São Paulo-Guarulhos International Airport: Heiß begehrt bei Investoren

Überraschung in Brasilien

Brasilien versteigerte drei seiner größten Flughäfen. Die Betreiber von Frankfurt, Zürich und Madrid gingen alle leer aus.

Top-Jobs

Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Es ging nicht um irgendwelche Provinzpisten. Es ging um die Chance, in einen riesigen Wachstumsmarkt einzusteigen. Der internationale Flughafen Guarulhos in São Paulo mit jährlich 30 Millionen Passagieren, der aufstrebende Flughafen Viracopos in Campinas (7,5 Millionen) und der Flughafen von Brasilia (15 Millionen) standen im Angebot. Kein Wunder, dass alles Schlange stand, was im Geschäft Rang und Namen hat: Die deutsche Fraport, der Flughafen Zürich und die spanische Aena etwa waren alle mit einem Anteil von rund 10 Prozent in Konsortien engagiert, welche um den Betrieb der drei Flughäfen für eine Zeitspanne zwischen zwanzig und dreißig Jahren buhlten.

Doch zur großen Überraschung vieler Experten, gingen alle Favoriten vom Alten Kontinent leer aus. Das Traumlos für den Flughafen Guarulhos zog der brasilianische Pensionsfonds Invepar zusammen mit der Airport Company South Africa. Sie betreibt die drei großen Flugplätze Südafrikas. Das Konsortium zahlte 16,2 Milliarden Real (7,1 Milliarden Euro/8,6 Milliarden Franken) für die Konzession – 370 Prozent mehr als der ausgeschriebene Mindestpreis.

Riesige Investitionen

Auch die beiden kleineren Airports gingen an Überraschungssieger. Viracopos wurde für 3,8 Milliarden Real an ein Konsortium aus heimischen Investmentfirmen und der französischen Egis Airport vergeben. Sie betreibt derzeit weltweit elf Flughäfen darunter Abidjan, Larnaca und Tahiti. Der Flughafen der Hauptstadt Brasilia wird künftig von den Partnern Infravix (brasilianisches Ingenieurbüro) und der argentinischen Corporacion America betrieben. Alle Gewinner müssen über die kommenden Jahre Milliarden in die überlasteten Airports investieren. Dafür locken ein starkes Wachstum und mit der Fußballweltmeisterschaft und den Olympischen Sommerspielen zwei Großereignisse, welche Milionen zusätzlicher Reisende ins Land bringen.

Mehr zum Thema

Boeing 777 von Latam: Als Kerosinfrachter benutzt.

Latam fliegt Kerosin nach Brasilia

Der Flughafen Brasília ist der drittgrößte des Landes.

Neuer Flughafen für Brasília

Neue Chance für Fraport und Zürich

Terminal von Viracopos: bis zu 40 Jahre für die Lizenz.

Run auf Brasiliens Flughäfen

Video

Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies