Cup Nudeln: An Bord von Korean Air nicht mehr erlaubt.

Heißwasser für SnackHungrige Passagiere kapern am Flughafen Seoul Stillräume

Eigentlich sind sie für Mütter mit Babys gedacht. Doch am Flughafen Seoul-Incheon wurden Still- und Familienräume plötzlich zum Geheimtipp für Transitpassagiere.

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Für Mütter mit Babys gibt es an vielen Flughäfen eigene Räume, in denen sie ihre Kinder ungestört stillen oder füttern können. Doch am Flughafen Seoul-Incheon haben sie sich offenbar zu einem Geheimtipp für hungrige Transitpassagiere entwickelt. Der Grund: kostenlose Heißwasserspender.

Verbreitet hatte sich die Information laut einem Bericht des Portals PYOK zunächst über chinesische Soziale Medien. Reisende erklärten dort, wie sich die Mutter-Kind-Räume am Flughafen nutzen lassen, um Instantnudeln mit heißem Wasser aufzugießen. Denn obwohl viele Läden am Flughafen die sogenannten Instant-Ramyeon verkaufen, stellen sie nicht immer kostenloses heißes Wasser bereit.

Wer nur zum Essen da ist, wird hinausgeworfen

Besonders auf der chinesischen Plattform Red Note verbreitete sich daraufhin ein Tipp schnell: In den Stillräumen gibt es immer gratis heißes Wasser. Laut Berichten bemerkte der Flughafen daraufhin zunehmend Reisende ohne Kinder, die die Still- und Familienräume nutzten. Teils nicht nur zum Auffüllen der Nudelbecher, sondern auch, um dort direkt zu essen.

An den Eingängen der Räume wird allerdings ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie Schwangeren sowie Müttern mit Babys und Kleinkindern vorbehalten sind. Inzwischen sollen Mitarbeitende deshalb begonnen haben, Reisende ohne Kinder wieder hinauszuschicken.

Keine Instantnudeln mehr bei Korean Air

Die Aufregung hängt auch mit einer anderen Entscheidung zusammen: Korean Air serviert auf ihren Flügen inzwischen keine Instantnudeln mehr. Die Airline hatte den beliebten Snack 2024 aus Sicherheitsgründen gestrichen.

Auslöser war ein Zwischenfall mit schweren Turbulenzen auf einem Flug von Singapore Airlines zwischen London und Singapur im Mai 2024. Damals kamen ein Passagier ums Leben und Dutzende Menschen wurden verletzt. Viele Airlines überprüften danach ihre Turbulenzverfahren neu. Dazu gehörte auch, dass einige darauf verzichteten, vor der Landung heiße Getränke zu servieren - oder eben, wie Korean, Bechernudeln.

Großes Risiko bei Turbulenzen

Die Airline kam zum Schluss, dass kochend heißes Wasser in Nudelbechern bei plötzlichen Turbulenzen ein zu großes Risiko darstellt. Sie verlängerte zudem auch die Zeitspanne, in der die Kabine vor der Landung vorbereitet wird. Für viele Transitpassagiere in Seoul bleibt damit der Flughafen die letzte Gelegenheit, vor einem langen Flug noch schnell eine heiße Portion Ramyeon zu essen – sehr zum Ärger vieler Familien.

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