Links ein Knopf zur Bedienung der Fenster in einer Boeing 787 von Etihad, rechts ein Boeing-Testflieger: Die Fenster werden elektronisch gedimmt.

Boeing 787Das Problem mit dem Knopf der Dreamliner-Fenster

Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.

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Wer schon mal in einer Boeing 787 geflogen ist, kennt es: Der Dreamliner hat serienmäßig keine klassischen Fensterblenden, sondern elektronisch dimmbare Fenster. Auf Knopfdruck wird der Blick nach draußen in fünf Stufen verdunkelt. Jedoch passiert das nicht schlagartig, während man den Finger auf dem Knopf hat, sondern es geschieht etwas verzögert.

«Viele Passagiere drücken immer wieder darauf, weil sie glauben, dass es nicht funktioniert», erklärt der Flugzeugmechaniker Fahad Naim in einem Beitrag beim Kurznachrichtendienst X, auf den zuerst das Portal PYOK aufmerksam wurde. «Dadurch nutzt sich die Taste schnell ab», erklärt Naim. Daher müsse man diese oft austauschen.

So funktionieren die dimmbaren Boeing-787-Fenster

Die Ersatzteile seien dabei nicht billig, schreibt Naim, ohne konkrete Preise zu nennen. In Foren schwirren dazu zwar Zahlen herum, aber verlässliche Preisangaben gibt es nicht.

Die fünf Stufen der Dimmung der Dreamliner-Fenster sind: klar, leicht getönt, mittelstark getönt, stark getönt und maximal getönt. Zur Bedienung gibt es unter dem Fenster einen runden Knopf mit einer oberen, hellen Hälfte, die man drückt, um das Fenster heller zu machen, und einer unteren, dunklen Hälfte, die man zum Verdunkeln drückt. Daneben befinden sich fünf kleine Leuchten, von denen jeweils eine als Stufenanzeige aktiv ist.

Mehr Auswahl vorhanden, mehr Geduld vonnöten

Durch den Dimm-Mechanismus haben Reisende mehr Auswahl, als nur eine klassische Fensterblende zu öffnen oder zu schließen. Dafür braucht man mehr Geduld und muss damit leben, dass die maximale Verdunklung nicht an die einer klassischen Blende heranreicht.

Die Dimmung funktioniert übrigens dank einer hauchdünnen elektrochromen Schicht zwischen den Scheiben des Fensters. Diese verändert durch elektrische Spannung ihre Eigenschaften und absorbiert mehr oder weniger Licht, das Fenster wird dunkler oder heller.

Kabinencrew kann die Fensterdimmung zentral steuern

Für die Kabinenbesatzung hat das System den Vorteil, dass sie es zentral steuern kann. So muss die Crew vor Start und Landung, wenn die Fenster klar sein müssen, dies nicht beim Gang durch die Reihen kontrollieren, sondern kann es selber einstellen und die individuelle Bedingung deaktivieren. Auch das führt allerdings dazu, dass Reisende denken, ihr Fenster funktioniere nicht, weil sie nicht stark oder oft genug gedrückt hätten - und sie drücken umso mehr und fester.

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