ATR 72 von Fiji Airways: Die Airline muss den Flugplan anpassen.

Treibstoffkrise in OzeanienKerosinknappheit zwingt Fiji Airways zum Freilassen von Sitzen, Zwischenlandungen und Annullierungen

Steigende Ölpreise und gestörte Lieferketten zeigen Folgen. Während in Europa bereits erste Flughäfen Kerosin rationieren, muss Fiji Airways Flüge umleiten, zusammenlegen oder streichen.

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Der Konflikt im Nahen Osten wirkt sich längst nicht mehr nur auf die Ölpreise aus. An einigen Flughäfen ist Treibstoff bereits knapp. In Europa mussten Anfang April mehrere italienische Airports Kerosin rationieren. Noch ist die Lage vielerorts stabil, doch die Branche bereitet sich bereits auf mögliche Engpässe vor.

Wie konkret die Folgen sein können, zeigt sich derzeit am anderen Ende der Welt. Bei Fiji Airways sorgt Treibstoffmangel gleich an mehreren Orten für Probleme im Betrieb. Besonders betroffen ist die Verbindung nach Auckland. Dort steht den Airlines derzeit nur ein Teil der üblichen Kerosinmenge zur Verfügung. Für die Fluggesellschaft hat das direkte Konsequenzen.

Fiji Airways muss streichen und zwischenlanden

«Wir erhalten nur einen Prozentsatz der Treibstoffmenge, die wir normalerweise laden», erklärt die Airline. Um den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten, muss Fiji Airways deshalb zu ganz konkreten Maßnahmen greifen. Flieger werden umgeleitet, um an anderen Flughäfen zu tanken, Flüge werden zusammengelegt oder im Zweifel ganz gestrichen.

Noch komplizierter ist die Situation im Inselstaat Tuvalu. Dort wurde wegen akuten Treibstoffmangels sogar der Notstand ausgerufen. Flüge von der und in die Hauptstadt Funafuti können nur eingeschränkt stattfinden. Die ATR 72-600 von Fiji Airways müssen deshalb für die Flüge dorthin zusätzlichen Treibstoff für den Rückflug mitnehmen, was die Kapazität reduziert. Sie können daher weniger Passagiere, weniger Gepäck und weniger Fracht mitführen. Alles, um genügend Reserve an Bord zu haben.

Auch in Europa wird es irgendwann knapp

Noch handelt es sich um regionale Engpässe. Doch die Entwicklungen in Europa und im Pazifik zeigen eine gemeinsame Richtung. Auch der Flughafenverband Airports Council International Europe warnte bereits, dass es im Sommer knapp werden könnte.

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