Webseite von Fischer Air: Immer mehr Unstimmigkeiten.

Start erneut verschobenFlughafen Kassel nimmt Fischer Air aus dem Flugplan - Gründer wittert Verschwörung und vertagt erneut

Das Airline-Start-up verschiebt erneut den Start - und jetzt reagiert auch der Flughafen Kassel, der zuletzt in die Kritik geraten war. Gleichzeitig erhebt der Fischer Air-Gründer schwere Vorwürfe. Václav Fischer wittert eine Verschwörung einer organisierten Gruppe.

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Der Flughafen Kassel hat sämtliche Flüge von Fischer Air aus seinem Flugplan entfernt. Noch vor wenigen Tagen waren dort regelmäßige Verbindungen der neu geplanten Airline aufgeführt, teils mit Start in wenigen Tagen. Nun sind sie verschwunden. Der aktuelle Flugplan auf der Internetseite des hessischen Regionalairports reicht bis zum 23. Oktober und enthält insgesamt 101 Flüge. Fischer Air taucht gar nicht mehr auf.

Zuvor war der Flughafen Kassel bereits in die Kritik geraten, weil er Verbindungen der neuen Ferienfluglinie weiterhin aufführte, obwohl diese auf der Website der Airline nicht mehr buchbar waren. Telefonisch war er am Donnerstag (26. Oktober) nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Fischer Air hat Start offiziell verschoben

Parallel dazu hat Fischer Air nun auch offiziell erneut ihren Start verschoben. Laut einer Pressemitteilung will die Gesellschaft den Flugbetrieb im Oktober 2026 aufnehmen. Davor war Mai als neuer Starttermin genannt worden. Der Flugplan zu den Kanarischen Inseln solle auch Flüge ab Kassel umfassen.

Der ursprünglich für Weihnachten geplante Start von Fischer Air war bereits mehrfach verschoben worden, zunächst auf Januar, dann auf Februar. Zuletzt stand sogar eine weitere Verschiebung bis in den Mai im Raum. Gleichzeitig laufen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen Gründer Václav Fischer wegen des Verdachts auf möglichen Missbrauch staatlicher Gelder. Fischer weist die Vorwürfe zurück und sieht sich als Opfer.

Fischer Air durch «organisierte Gruppe» geschädigt?

In seiner aktuellen Mitteilung macht der Unternehmer nun eine «organisierte Gruppe» für die Verzögerungen verantwortlich. Diese habe systematisch versucht, ihn und seine Unternehmen zu schädigen. Zudem erklärt Fischer, er habe bei europäischen, tschechischen, slowakischen und deutschen Behörden Maßnahmen zum Schutz seiner Person und seiner Unternehmen ergriffen. Seine Teams arbeiten laut Fischer in Bratislava an den Vorbereitungen für den Start im Oktober.

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