Flughafen Kassel: Wenig los und viel Verlust.

Hartnäckig defizitärFlughafen Kassel hat schon 75 Millionen Euro verbrannt

Arbeitsplätze, Wertschöpfung, Steuern: Für die Landesregierung Hessens liefert der Flughafen Kassel trotz hartnäckig roter Zahlen wichtige Impulse. Doch der Preis ist hoch – und die Hoffnung auf neue Flüge ruht ausgerechnet auf einem wackligen Projekt.

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In Wiesbaden gibt man sich zufrieden. Der Kassel Flughafen Kassel habe trotz Herausforderungen im Linien- und Charterverkehr «spürbare Impulse für Nordhessen und ganz Hessen gesetzt», gab die Regierung des deutschen Bundeslandes der Nachrichtenagentur DPA zu Protokoll.

Er schaffe 3400 direkte, indirekte und induzierte Arbeitsplätze. Zudem bringe der Flughafen Kassel eine Bruttowertschöpfung von 291 Millionen Euro und er sorge für Steueraufkommen. «Diese Zahlen zeigen, dass der Flughafen weit über seinen eigentlichen Betrieb hinaus als Wirtschaftsmotor für die Region wirkt», erklärt die Regierung.

Flughafen Kassel hofft auf Fischer Air - zu Recht?

Die positiven Effekte haben aber einen hohen Preis. Auch im Jahr 2025 schrieb der Flughafen Kassel dunkelrote Zahlen. Rund fünf Millionen Euro wird der Verlust voraussichtlich betragen, wie die Regierung der DPA bestätigte. Damit hat der Airport seit seiner Eröffnung im Frühjahr 2013 Verluste von 75 Millionen erwirtschaftet, wie eine Zusammenstellung des Portals Hessenschau zeigt.

Linienflüge gibt es in Kassel aktuell nicht. Erst ab Ende Januar stehen wieder einzelne Flüge zu Urlaubszielen auf dem Flugplan. Die meisten davon plant jedoch Fischer Air. Ein Projekt, über dem viele Fragezeichen stehen. Den ersten Starttermin im vergangenen Dezember hat die neue Fluglinie jedenfalls schon platzen lassen.

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