Das schwere Erdbeben vor der indonesischen Insel Flores hat auch den Luftverkehr getroffen. Am Flughafen Komodo hinterließen die Erschütterungen Schäden an mehreren Gebäuden und sogar auf der Luftseite. Schließen musste der Flughafen dennoch nicht. Der Betrieb läuft weiter, allerdings mit Einschränkungen.
Nach Angaben des indonesischen Verkehrsministeriums wurden unter anderem das Gebäude der Flughafenfeuerwehr, das landseitige Terminal sowie das Verwaltungsgebäude beschädigt. Kleinere Schäden gibt es zudem an den Flugbetriebsflächen im Bereich von Taxiway A. Verletzte wurden am Flughafen nicht gemeldet. Wie genau die Einschränkungen im laufenden Betrieb aussehen, geht aus den Angaben des Ministeriums nicht hervor.
Erdbeben beschädigte auch Seehäfen
Das Beben der Stärke 7,7 ereignete sich am Samstagmorgen (15. August). Sein Epizentrum lag im Meer, rund 30 Kilometer nordöstlich des Regierungsbezirks Nagekeo auf Flores und in einer Tiefe von 15 Kilometern. Die Erschütterungen waren auch weit außerhalb der Insel zu spüren. Zeitweise galt eine Tsunamiwarnung, die später wieder aufgehoben wurde. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde kamen mindestens 14 Menschen ums Leben, weitere wurden verletzt.
Auch andere Teile der Verkehrsinfrastruktur auf Flores wurden getroffen. An drei Häfen entstanden Schäden, in Laurentius Say stürzten Teile eines Piers und des Wartegebäudes ein. Das Verkehrsministerium hat deshalb umfassende Kontrollen der betroffenen Anlagen angeordnet. Dabei soll geprüft werden, welche Einrichtungen weiterhin sicher genutzt werden können. Für den Flughafen Komodo bedeutet das vorerst: Der Flugbetrieb geht weiter, während gleichzeitig die Folgen eines der schwersten Erdbeben der Region untersucht werden.