Jet von Germania am Flughafen Pristina: Ein herber Verlust für den Airport.

Flughafen PristinaEin unerwarteter Verlierer der Germania-Pleite

Das Ende von Germania trifft nicht nur die deutschen Regionalflughäfen. Auch die Hauptstadt des Kosovo verliert die Airline mit den meisten Passagieren.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Der Plan für den Ausbau stand schon fest: Ab dem 31. März 2019 wollte Germania einen Airbus A319 mit 150 Sitzen am Flughafen Pristina stationieren. Damit werde man zusammen mit dem Reisebüro Air Prishtina neue Verbindungen von der Hauptstadt des Kosovo nach Stuttgart, Hamburg und Hannover aufnehmen, verkündete die deutsche Fluggesellschaft im vergangen November. Die bestehenden Strecken nach München, Düsseldorf, Basel-Mülhausen und Verona werde man zudem weiterhin anbieten.

Der deutsche Botschafter Christian Heldt erklärte bei einer Pressekonferenz in Pristina: «Stolz und glücklich bin ich darüber, dass eine deutsche Fluggesellschaft diese wichtige Rolle einnimmt und bald auch mit kosovarischem Kabinenpersonal und anderem hier ansässigen Personal trainieren und arbeiten möchte.» Doch daraus wird nun nichts.

Größte Airline am Flughafen Pristina

Germania ist insolvent und hat den Betrieb eingestellt. Damit verliert der Flughafen Pristina die Fluggesellschaft, die dort die meisten Passagiere transportierte. Im vergangenen Jahr gingen von insgesamt knapp 2,17 Millionen Reisenden am Airport 321.499 auf das Konto von Germania, wie das Fachportal Ex Yu Aviation berichtet. Damit hatte die Airline ihre Passagierzahl am Flughafen im Vergleich zu 2017 um mehr als 9 Prozent gesteigert.

In der Rangliste der Fluggastzahlen in Pristina folgten hinter Germania im Jahr 2018 Easyjet, Edelweiss, die griechische Charterairline Orange2Fly, Turkish Airlines, Eurowings, Adria Airways und auf Platz 8 schließlich die Schweizer Germania Flug. Sie hebt trotz der Pleite ihrer deutschen Schwester weiter ab. Dem Flughafen Pristina war 2013 mit Belle Air Europe schon einmal die Fluglinie mit dem größten Passagieranteil weggebrochen.

Bulgarian Eagle soll offenbar übernehmen

Germania-Partnerin Air Pristhina sattelt kurzfristig auf andere Partner-Airlines um. Am Mittwoch (6. Februar) kamen zwischen München und Pristina sowie Düsseldorf und Pristina Adria Airways sowie Orange2Fly zum Einsatz. Für Flüge an den folgenden Tagen ist der nicht von Pleite betroffene Germania-Ableger Bulgarian Eagle eingeplant.

Mehr zum Thema

Terminal des Flughafens Pristina: Germania-Passagiere sieht man hier besonders oft.

Germania stationiert A319 in Pristina

Airbus A321 von Germania Flug: Die Schweizer Fluggesellschaft hebt weiterhin ab.

Germania Schweiz macht weiter

Airbus A319 von Germania in Pristina: Die Airline hebt nicht mehr ab.

Germania ist am Ende und stellt Flüge ein

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack