Aktuelle First Class von Qatar Airways: Die Airline ist fast fertig mit einem neuen Sitz.

Privatjet-GefühlQatar Airways glaubt doch wieder an die First Class - und entwickelt eine neue

Ex-Chef Akbar Al Baker hatte der First Class stets eine Absage erteilt. Der neue Chef von Qatar Airways sieht es anders. Und er will neue Jets bei Airbus oder Boeing kaufen.

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Eine neue Ära mit weniger strengen Regeln und einer «Kultur des Vertrauens und der Selbstermächtigung» versprach Badr Al Meer bei seinem Amtsantritt im November 2023. Der neue Chef von Qatar Airways folgte auf Akbar Al Baker, der für strenge Regeln wie eine Crew-Ausgangssperre sowie für den Umgang mit vor allem weiblichem Personal auch viel kritisiert wurde. Doch nicht nur in der Unternehmenskultur soll sich nun etwas ändern.

Wie Al Meer dem Nachrichtensender CNBC verriet, macht er auch eine Entscheidung zum Kabinenprodukt rückgängig, die noch aus Al Bakers Zeit stammt: Qatar Airways setzt künftig wieder stärker auf eine First Class. Al Baker hatte sich von dem Konzept eigentlich verabschiedet, nachdem die Fluggesellschaft die Business-Class-Suite namens Q Suite eingeführt hatte. Doch Al Meer hofft nun auf hohe Erträge durch das neue Produkt.

Privatjet-Gefühl

«Wir haben uns immer auf zwei Kabinen konzentriert, Economy und Business», so Al Meer. «Aufgrund der Nachfrage in bestimmten Sektoren sehen wir jedoch, dass es eine sehr hohe Nachfrage nach der First Class gibt und immer geben wird.» Man habe man das Konzept der First Class immer weiter verdrängt. «Aber in den letzten Monaten habe ich beschlossen, dass wir eine neue First-Class-Kabine einführen müssen. Vor allem, wenn wir den A380 ausmustern.»

Aktuell gibt es noch eine First Class  in den Airbus A380 der Fluglinie. Für welche Flugzeugtypen die neue Kabine entwickelt wird, verrät Al Meer nicht. Die neuen Sitze sollen aber mehr bieten als die First Class, die man aktuell bei Qatar Airways und der Konkurrenz antrifft, so der Airline-Chef. «Wir wollen die Erfahrung des kommerziellen Fliegens und des Fliegens in einem Privatjet kombinieren und etwas Neues entwickeln.»

Nur noch Arbeit an Details

Man sei bereits weit, sagte Al Meer. Zu 70 bis 80 Prozent sei die Entwicklung abgeschlossen. «Wir arbeiten nur noch an den Farben und kleinen Details, aber wir hoffen, dass wir das Produkt sehr bald ankündigen können.»

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