Kabinencrews von Qatar Airways: Ein bisschen weniger strenge Regeln.

Umstrittene RegelnNeuer Chef von Qatar Airways lockert umstrittene Ausgangssperre für Crews

Für Kabinenpersonal herrschen bei der Golfairline sehr strenge Regeln. Zumindest ein ganz bisschen werden die jetzt vom neuen Chef von Qatar Airways gelockert.

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Eine «neue Ära» versprach Badr Al Meer anlässlich seines Starts als neuer Chef von Qatar Airways. Es solle «eine Kultur des Vertrauens und der Selbstermächtigung» herrschen, welche den Grundstein für den Erfolg des Unternehmens lege. Bereits zuvor hatte die Golfairline nach dem überraschenden Rücktritt von Akbar Al Baker erklärt, Al Meer sei Teil einer «neuen Generation von Führungskräften».

Zwischen den Zeilen lässt sich dabei durchaus lesen, dass die Kritik an Akbar Al Baker auch bei der Airline angekommen ist. Dem Ex-Chef von Qatar Airways wurde immer wieder vorgeworfen, durch seinen autoritären Führungsstil eine Kultur der Angst im Unternehmen gefördert zu haben. Gewerkschaften warfen der Airline vor, dass das vor allem Flugbegleiterinnen zu spüren bekamen.

Erlaubnis bei Zivilstandsänderung nötig

In deren Arbeitsverträgen gibt es offenbar Passagen, die ihnen vorschrieben, bei der Zivilstandsänderung die Erlaubnis der Airline einzuholen. Auch bei einer Schwangerschaft mussten sie Qatar Airways umgehend informieren. Mit dem Risiko, dann gefeuert zu werden. Ebenfalls kritisiert wurden Ausgangssperren für die Kabinencrews. Diese lockert der neue Chef der Airline aber nun offenbar.

Jeden Tag mussten die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter zwischen vier und sieben Uhr morgens nachweislich in ihren von der Airline gestellten Unterkünften sein – anderswo übernachten war also kaum möglich. Außerdem mussten sie zwölf Stunden vor dem nächsten Flug zu Hause sein. Kontrolliert hat das die Airline mit dafür eingesetztem Security-Personal und Schlüsselkarten, die Check-in und -out in den Unterkünften festhielten.

Neuer Dresscode für Reisen außer Dienst

Ganz weg fallen diese Regeln nicht. Aber zumindest gelten sie nicht mehr vor freien Tagen oder vor dem Jahresurlaub, wie es im Forum A Fly Guys Cabin Crew Lounge heißt. Außerdem wird die Anzahl der Stunden, welche die Crews vor dem Flug in ihrer Unterkunft verbringen müssen, von zwölf auf neun reduziert. Damit ist die Airline immer noch deutlich strenger als andere Fluglinien, eine derartige Ausgangssperre gibt es sonst nicht.

Ob sich die Situation Mitarbeitenden, was Heirat und Schwangerschaft betrifft, ebenfalls verbessert, ist nicht bekannt. Aber offenbar hat die Airline auch den Dresscode für Crews, die außer Dienst reisen, geändert. Neu sind Jeans und Sneaker erlaubt, was vorher streng verboten war. Solche Regeln gibt es auch bei anderen Airlines.

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