Business Class bei Lufthansa: Wie viele Sitze stehen hier künftig?

Kleinere Business ClassLufthansa will Premium Eco vergrößern

Lufthansa bezweifelt, dass sich die Business-Class-Abteile in Europa und den USA wieder so füllen werden wie einst. Die Airline prüft deshalb einen Umbau der Flugzeuge.

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Wie oft steigen Geschäftsreisende noch ins Flugzeug, nachdem sie sich an Videokonferenzen gewöhnt haben? Diese Frage kam schon früh in der Corona-Krise auf. Die Prognosen sind mittlerweile eindeutig: Ferienflieger werden sich früher wieder füllen als Business-Class-Abteile. Aber ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Zahl der beruflich Reisenden wieder auf die Werte von 2019 steigt? Oder gibt es keine vollständige Erholung?

Lufthansa-Chef Carsten Spohr ist nicht optimistisch, was das angeht. «In der Geschäftsreisewelt, die wichtig für uns ist, also in der Business und First Class, kann ich mir ein Szenario vorstellen, in dem es in den Märkten Westeuropa und Nordamerika nicht wieder zurückgeht auf diese Niveaus», sagte er diese Woche. Darauf stellt Lufthansa sich ein.

«Größere Premium-Economy-Abteile»

Spohr kündigte einen Ausbau der Premium Economy Class zulasten der Business Class an. «Wir rekonfigurieren unsere Flugzeuge», sagte Spohr. «Es wird kleinere Business-Class-Abteile geben und größere Premium-Economy-Abteile.»

Der Konzernchef ging nicht darauf ein, wann, in welchem Umfang und in welchen Fliegern das geschehen soll. Ein Lufthansa-Sprecher sagte auf Nachfrage, es seien noch keine Entscheidungen getroffen worden. Eigentlich hatte der Konzern geplant, schon 2021 eine Art Premium Business Class anzubieten. Das ist wohl inzwischen vertagt worden.

In Asien sieht es anders aus

Spohr bezog sich mit seiner Prognose speziell auf die «gesättigten Märkte» Westeuropa und Nordamerika. «Wenn man nach Asien schaut, speziell nach China und Indien, ist das eine andere Geschichte», sagte der Lufthansa-Chef. Dort würden eine wachsende Mittelschicht und schneller wachsende Unternehmen den aktuellen Rückgang der Passagierzahlen nach dem Ende der Krise überkompensieren und wieder für Wachstum sorgen.

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