Letzte Aktualisierung: um 18:47 Uhr

Mit Airbus und Boeing

Lufthansa verhandelt über kleinere Langstreckenjets

Die Fluggesellschaft verhandelt mit Airbus und Boeing über Langstreckenflieger. Lufthansa interessiert sich für kleinere Modelle, weil A380 und 747 wegfallen.

Lufthansa

Dreamliner in den Farben der Lufthansa-Airlines: Stockt die Gruppe ihre Order auf?

Lufthansa befindet sich derzeit mit Airbus, Boeing und Embraer in Gesprächen über ihre künftige Flotte. Das sagte Konzernchef Carsten Spohr in einem Gespräch mit der German Society der London School of Economics and Political Science. Da die Hersteller kein Interesse an Stornierungen hätten, treffe man auf eine «große Offenheit».

Speziell äußerte sich Spohr zur Langstreckenflotte und zum Ersatz für Modelle wie Airbus A380 und Boeing 747. «Wir flotten viele vierstrahlige Flugzeuge aus, was zu einem gewissen Bedarf an kleineren Langstreckenflugzeugen führt», sagte der Lufthansa-Chef. Man verhandle sowohl mit Airbus aus als auch mit Boeing über kleinere und effizientere Jets. Auf die Frage, ob es um Umwandlungen von Bestellungen gehe oder gar um neue Orders, sagte Spohr, das hänge ganz von den Bedingungen ab.

Umwandlungen wahrscheinlich als neue Orders

Dass Lufthansa zusätzliche Langstreckenflieger bestellt, ist nicht ganz ausgeschlossen, erscheint angesichts der aktuellen Situation aber selbst bei attraktiven finanziellen Bedingungen unwahrscheinlich. So könnten sich Umwandelungen von Orders anbieten.

Bei Airbus hat Lufthansa noch Bestellungen für 26 weitere Airbus A350-900 offen. Vom kleineren A330 Neo hat der Konzern noch keine bestellt. Denkt man noch eine Nummer kleiner, könnte Lufthansa sogar einige A350-Orders in Bestellungen für A321 XLR umwandeln. Das könnte sich gerade für Routen zwischen Westeuropa und Nordamerika anbieten, für die Spohr sich in der Business und First Class langfristig pessimistisch zeigte.

Wechsel von einigen 777-9 auf 787-9?

Von Boeing erwartet Lufthansa 20 Boeing 787-9 und 20 Boeing 777-9. Die stark verspätete 777X soll mittlerweile frühestens 2023 ankommen. Schon 2019 hatte die Fluggesellschaft 14 weitere 777-9-Bestellungen zu Optionen herabgestuft. Ein Wechsel von einigen 777-9 auf den kleineren 787 Dreamliner wäre durchaus denkbar.

Sehen Sie hier im Video das ganze Gespräch mit Carsten Spohr:



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