Airbus A321 Neo von KLM: An Bord gibt es künftig weiterhin eine Stroopwaffel, aber kein Sandwich mehr.

Abschied vom KäsebrotKLM schafft das Gratis-Sandwich ab - die Stroopwaffel überlebt

Lange hielt die niederländische Nationalairline an kostenloser Verpflegung in der Economy Class auf Europaflügen fest. Ab Oktober ist damit teilweise Schluss: Für richtiges Essen müssen Passagiere künftig bezahlen. Ganz folgt KLM dem Vorbild vieler Konkurrenten aber nicht.

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In einem Punkt unterscheidet sich KLM bisher von vielen anderen europäischen Fluggesellschaften. Sie serviert Reisenden in der Economy Class auf normallangen Europaflügen immer noch kostenlose Getränke und Verpflegung. Meistens gibt es ein «typisch niederländisches Sandwich mit Käse», wie es die Fluglinie selbst bezeichnete. Nur auf kürzeren Strecken gibt es bloß einen kleinen Snack.

Doch der Spardruck führte dazu, dass auch sie diese Praxis überdacht hat. Man habe festgestellt, dass das aktuelle Angebot «nicht immer» den Bedürfnissen der Reisenden entspreche, so KLM. Es folgten monatelange Tests an verschiedenen Standorten. Dabei wurden sowohl das Produktsortiment als auch die damit verbundenen betrieblichen Abläufe bewertet. Und nun liegen die Resultate vor und die niederländische Nationalairline hat entschieden: Ab Oktober führt auch sie bezahlpflichtiges Essen ein. Grand Café KLM nennt sich das Angebot.

Wasser, Kaffee und Orangensaft bleiben bei KLM gratis

KLM geht dabei allerdings einen Mittelweg. Alle Fluggäste bekommen weiterhin eine Stroopwaffel. Die niederländische Spezialität besteht aus zwei runden, aufeinanderliegenden Waffeln mit einem Durchmesser von etwa zehn Zentimetern, zwischen denen sich eine Füllung aus Karamell befindet. Und es gibt auch nicht nur Wasser, sondern auch ein Getränk nach Wahl: Kaffee, Tee, Wasser oder Orangensaft. Nur auf ganz kurzen Europaflügen gibt es nur noch Wasser, wie eine Sprecherin erklärt.

Die Reisenden profitierten von «einer größeren Auswahl, mehr Flexibilität und einem Angebot, das den unterschiedlichsten Vorlieben und Bedürfnissen besser gerecht wird», begründet KLM. Passagiere könnten vor ihrem Flug Mahlzeiten wie beispielsweise eine Poke Bowl oder einen Caesar-Salat vorbestellen. Darüber hinaus können sie verschiedene Speisen aus dem Bordmenü kaufen, beispielsweise einen Lachs-Ei-Wrap oder Joghurt mit Obst.

Viele Fluggesellschaften bieten nur Wasser und Schokolade

Bei Billigairlines in Europa gibt es gar keine kostenlose Verpflegung. Bei vielen europäischen Netzwerkairlines - so auch bei Austrian Airlines, British Airways, Condor, Lufthansa, SAS oder Swiss - gibt es inzwischen nur noch eine kleine Schokolade oder einen Keks sowie Wasser. Fluggesellschaften wie Aegean Airlines oder Turkish Airlines dagegen servieren immer noch ein warmes oder kaltes Essen.

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