Der Nahe Osten ist gerade eine Krisenregion. Seit die USA und Israel den Iran bombardieren, reagiert das Mullah-Regime mit Angriffen auf viele Golfstaaten. Der Luftverkehr in der Region kam zum Erliegen. Auch Eurowings fliegt seit einiger Zeit an den Persischen Golf. Dennoch sei man von der aktuellen Krise wenig betroffen, sagte Chef Max Kownatzki am Montag (2. März) bei einer Veranstaltung.
«Unsere Dubai-Strecken, wir nennen es unsere Langstrecke, weil es die längsten Flüge sind, die wir haben, machen momentan knapp zwei Prozent unseres Sitzplatzangebots aus», so der Manager. Man fliege bis zu 400 Mal pro Woche nach Mallorca. An den Persischen Golf dagegen biete man rund 30 wöchentliche Flüge an, so Kownatzki.
Test mit Premium Biz verlief positiv
«In Deutschland ist Komfort immer noch etwas, was man sich gerne gönnt, wofür man auch bereit ist zu bezahlen», kommentiert Kownatzki. Angesichts der starken Nachfrage und der positiven Reaktionen wird Eurowings die richtige Business Class darum auf weiteren Business- und Urlaubsstrecken einsetzen. Dazu gehören Verbindungen zu Business-Metropolen wie London oder Ferienziele mit starker Premium-Nachfrage wie Mallorca oder die Kanarischen Inseln. Details würden aber derzeit noch ausgearbeitet, so der Chef der Fluglinie.
Eurowings bietet Sitzabstand von 99 Zentimeter
Für den Ausbau des Premium-Angebots wird Eurowings zu den bestehenden zwei weitere sechs Airbus A320 Neo mit den Sitzen ausstatten, wie Kownatzki erklärt. «Wir verändern mutig einen Industriestandard, weil sich auch die Erwartungen unserer Gäste verändern.» Dafür müssen die Gäste aber auch tiefer in die Tasche greifen. Der Zuschlag kostet 399 Euro und mehr pro Strecke.
In den vorderen beiden Reihen der umgebauten Flugzeuge befinden sich größere Sitze mit einer Breite von 52,5 Zentimetern und einem Sitzabstand von rund 99 Zentimetern in einer 2-2-Konfiguration. Sie zeichnen sich durch mehr Platz, sowie weiter verstellbare Rückenlehnen und Beinstützen aus. Die Umstellung wird ähnlich wie bisher über zwei Druckknöpfe gesteuert. Bildschirme gibt es dagegen nicht.
Sitze sind eine flexible Lösung
Das Ganze hat einen weiteren Vorteil. Die Lösung ist flexibel. Im Sommer, wenn Eurowings alle bis auf den allerletzten Sitz braucht, können die Premium-Biz-Sitze auch wieder schnell und ohne riesigen Aufwand vorübergehend ausgebaut und durch klassische Sitze ersetzt werden.
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