Gunther Pitterka auf dem Flughafen der Insel <span class="mw-page-title-main">Socotra in Jemen.</span>

Rekord mit 1582 AirportsDer Österreicher, der Flughäfen sammelt

Gunther Pitterka hatte früher einmal Flugangst. Heute fliegt er beruflich viel, aber genauso oft zum Spaß. Er hat sich zum Ziel gesetzt, so viele Flughäfen wie möglich anzufliegen. Am Samstag holt er den Rekord.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Beruflich sind Schienen Gunther Pitterkas Welt. Der Österreicher ist Eigentümer und Chef von Salzburger Eisenbahn Transportlogistik - SETG. Das private Bahnunternehmen transportiert mit seinen Lokomotiven und Waggons im Auftrag von Kunden Holz, Chemikalien, Fahrzeuge, Papier oder Stahl durch Österreich, Deutschland und ganz Europa.

Privat setzt Pitterka allerdings gerne auf ein anderes Verkehrsmittel. Er fliegt fürs Leben gern. Dabei war das früher ganz anders. Die allererste Flugreise des heute 54-Jährigen war alles andere als angenehm. «Ich flog mit einer Boeing 747-200 von San Francisco zurück nach Europa. Und dabei befanden wir uns die ganze Zeit in Turbulenzen», erzählt er im Gespräch mit aeroTELEGRAPH. «Es war ein Horror.»

Er bucht Flüge mit Zwischenstopps

Danach schwor er sich, nie mehr zu fliegen. Doch es passierte das Gegenteil. «Das hat sich eigentlich zufällig ergeben», so Pitterka. Sein Bahnunternehmen SETG, dessen Loks Namen wie W.A. Mozart, Stille Nacht, Steinadler, Murmeltier oder «Die Waffen nieder» heißen, ist vor allem im Holztransport stark. Und so sitzen die Kunden in ganz Europa. Einer der ersten Auftraggeber saß an der Ostsee. «Ich bin die Strecke ein paar Mal mit der Bahn gefahren, um ihn zu besuchen. Das war mühsam und so merkte ich, dass ich doch wieder fliegen muss.»

Inzwischen fliegt er so gern, dass er Flughäfen sammelt. «Andere buchen immer Nonstopflüge», sagt Pitterka. Er dagegen buche oft absichtlich mit Zwischenstopps, um neue Airports kennenzulernen. 2020 hat der Salzburger sich beispielsweise eine lang ersehnten Wunsch erfüllt und einen Flughafen auf den Azoren besucht. «Es war der allerletzte in Europa, der regelmäßig angeflogen wird, den ich noch nicht besucht hatte.» Davon gibt es immerhin rund 550.

566 verschiedene Flugzeugmodelle

Pitterkas Leidenschaft geht so weit, am Samstag (19. November) einen Rekord brechen wird. Mit einer gecharterten Let L-410 wird der 54-Jährige vom Flugplatz des slowenischen Hafenstädtchens Portoroz zum Flughafen Nicelli in Venedig-Lido fliegen. Danach wird er 1582 verschiedene Flugplätze besucht haben - mehr als jeder andere Mensch auf der Welt, so zumindest die Auswertung verschiedener Flugstatistikportale.

Seit 1995 frönt Pitterka seinem ungewöhnlichen Hobby. Seither ist er 2.9 Millionen Kilometer geflogen und war mehr als 5400 Stunden in der Luft. Dabei saß er in 566 verschiedenen Flugzeugmodellen und war mit 743 verschiedenen Fluggesellschaften unterwegs. Alle seine Flüge erfasst er beim digitalen Fluglogbuch Flugstatistik.

Keinen anderen Rekordsammler gefunden

Ob Pitterka wirklich Weltrekordhalter ist, lässt sich allerdings nicht abschließend sagen. Denn digitale Fluglogbücher gibt es so einige, wie zum Beispiels das kürzlich gestartete Log My World. Zudem erfassen ja wohl nicht alle Reisenden alle ihre Flüge so akribisch. «Ich habe mich umgeschaut und bisher keinen gefunden, der an mehr Flughäfen geflogen ist, auch nicht annähernd», sagt er.

Auch Pitterka ist sich bewusst, dass sich die Luftfahrt angesichts des Klimaproblems anpassen muss. «Beim Antrieb muss sich etwas ändern», so der Salzburger. Dennoch glaubt er, dass Fliegen das Verkehrsmittel der Zukunft ist. Straßen ließen sich angesichts der langen Umsetzungsfristen und Widerstände kaum mehr ausbauen, ebenso sei es bei der Schiene.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen aus Pitterkas Fluggeschichte.

Mehr zum Thema

Alle geflogenen Strecken auf einen Blick: Die Weltkarte von Log My World.

Flugbegeisterte starten neues digitales Fluglogbuch

Der Stand ist am Barra Airport die Piste.

Der merkwürdigste Flughafen feiert Geburtstag

Oder am berühmten Flughafen Barra in Schottland.

Von welchen Reisezielen Luftfahrtfans träumen

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack