Trotz der aktuellen Krise ist Transaero derzeit noch die zweitgrößte Fluggesellschaft Russlands. Ihre Geschichte reicht zurück bis zu der Endphase der Sowjetunion. Das Unternehmen wurde 1990 gegründet.

Betriebslizenz annulliertFlog Transaero zum letzten Mal?

Der Eigentümer von S7 Airlines will Transaero retten. Er verhandelt mit den Gläubigern über die Bildung einer neuen Airline-Gruppe. Doch die Zeit rennt. Am Sonntag wurden die Flüge gestoppt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Das Leben von Transaero hängt an einem seidenen Faden. Wenn staatliche Geldinstitute wie Sberbank und VTB Nein zum neuesten Rettungsplan sagen, ist die zweitgrößte russische Fluggesellschaft definitiv am Ende. Diverse private Banken, denen sie Geld schuldet – darunter Absolut Bank, Bank BFA, Moscow Industrial Bank und  Moscow Credit Bank – haben offenbar bereits zugestimmt. Dies berichtet der TV-Sender RBK. Doch ohne das Ja der restlichen Gläubiger hilft das nichts.

Wladislaw Filew, Eigentümer von S7 Airlines, hatte diese Woche überraschend vorgeschlagen, mindestens 51 Prozent von Transaero zu kaufen. Er will so die Monopolisierung durch Aeroflot verhindern. Wie RBK berichtet, will er eine neue Airline-Gruppe bilden, zu der neben S7 und Globus Airlines auch Transaero gehört. Im Gegenzug für die Streichung von Schulden sollen die Banken 49 Prozent am neuen Gebilde erhalten.

Transaero verliert Betriebslizenz

Doch die Zeit rennt Filew davon. Denn die russische Aufsichtsbehörde Rosaviatsia hat Transaero per 26. Oktober die Betriebslizenz entzogen. Für den Schritt wurden Sicherheitsbedenken aufgrund der angespannten Finanzlage vorgebracht. Die Genehmigung sei nicht suspendiert, sondern annulliert, betonte die Behörde. Bereits am Freitag, Samstag und Sonntag hatte die Fluggesellschaft je über hundert Flüge gestrichen. Zudem begann Aeroflot als derzeitige Verwalterin von Transaero, gewisse Strecken zu übernehmen. Andere gingen an andere Airlines über.

Um Mitternacht in der Nacht auf Montag stellte Transaero dann die Flüge ein. Rund 25 Flugzeuge wurden bereits von Moskau nach Spanien überführt und geparkt. Die Chancen sind groß, dass die sonntäglichen Flüge die letzten von Transaero waren. Ein Neustart nach dem Gounding ist eher unwahrscheinlich. Damit endet wohl eine 25-jährige Firmengeschichte definitiv.

Erfahren Sie mehr über die eindrückliche Geschichte von Transaero in unserer oben stehenden großen Bildergalerie.

Mehr zum Thema

ticker-russland

Russland plant milliardenschweren Ausbau seiner Flughäfen

Flughafen Kaliningrad: Gibt es bald Verbindungen nach Serbien?

Russland öffnet Kaliningrad für serbische Airlines

Tupolev Tu-324: Auferstehung geplant.

Russland baut erstmals Fabrik für eigene Businessjets

Der ukrainische Präsident und seine Frau bei der Ankunft tin Norwegen: Es ging glimpflich aus.

Zelenskyys Airbus A319 entgeht offenbar nur knapp einer Drohne

Video

Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies