Techniker prüft das Triebwerk einer C-Series (Archivbild): Bombardier will die Quelle des Problems schnell eruieren.

Feuer bei Test der C-Series

Rückschlag für Bombardier. Bei Tests der neuen C-Series versagte ein Triebwerk und beschädigte das Flugzeug. Nun legt der Hersteller die Tests auf Eis.

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Bombardier selbst spricht lediglich von einem «Zwischenfall, der das Triebwerk betrifft». Bei Wartungstests am Boden sei es zu Problemen mit dem ersten Prototypen der C-Series, der FTV-1, gekommen. Nun untersuche man zusammen mit dem Motorenbauer Pratt & Whitney und der kanadischen Verkehrssicherheitsbehörde Transportation Safety Board den Zwischenfall. Sobald man den Grund dafür kenne, würden die Tests mit dem neuen Flugzeug wieder aufgenommen, so Bombardier.

Gemäß einem ersten Bericht des Transportation Safety Board of Canada ereignete sich das Problem mit dem Triebwerk der C-Series auf dem Werksgelände von Bombardier in Mirabel bei Montréal. Offenbar war im Motor ein Feuer ausgebrochen. Die Mitarbeiter vor Ort hätten darum einen Notfall ausgerufen «und die Feuerwehr angefordert». Das Feuer habe von der Flughafenfeuerwehr gelöscht werden können.

Am Ende noch mehr Verspätung der C-Series?

Wie der Sprecher der Behörde weiter meinte, habe es sich um einen so genannten uncontained engine failure gehandelt. Das heißt, Teile des Triebwerks wurden herausgeschleudert. Dabei wurde niemand verletzt. Sowohl der Motor als auch das Flugzeug wurden aber beschädigt, wie die Zeitung Globe and Mail einen Sprecher von Bombardier zitiert.

Für Bombardier kommt der Zwischenfall nicht gelegen. Der Erstflug der C-Series musste drei Mal verschoben werden. Bombardier beharrte auch lange darauf, bis Ende 2014 die ersten Maschinen an Kunden auszuliefern. Doch letzten Januar wurde dann eingeräumt, dass es mindestens Mitte 2015 werde. Und dieser Zeitplan könnte nun ebenfalls wieder in Gefahr sein - wenn sich das Triebwerksproblem als gravierender herausstellen sollte.

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