Air France will weg von den ganz großen Fliegern. Die französische Fluglinie hat in der Corona-Pandemie das Kapitel A380 geschlossen und bis heute keine Boeing 777X bestellt.

Ausflottungen wegen CoronaFast jeder dritte A380 kehrt wohl nicht mehr zurück

Die Fluggesellschaften der Welt bauen ihre Flotten gerade um wie nie zuvor. Das hat auch Auswirkungen auf Airbus und Boeing.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die globale Flugzeugpopulation verändert sich gerade dramatisch. Fluggesellschaften schicken große Flieger früher als geplant in Rente, verlängern Leasingverträge nicht, verkaufen ungenutzte Jets und lagern Hunderte langfristig ein. Rund 800 Maschinen verschwinden so von den Flughäfen der Welt, schätzt das Luftfahrt-Beratungsunternehmen IBA.

Lufthansa hat beispielsweise entschieden, unter anderem sechs Airbus A380, fünf Boeing 747-400 und sieben A340-600 frühzeitig stillzulegen. Der Konzern parkt zudem Dutzende seiner 763 Flieger – etwa im spanischen Teruel und im französischen Tarbes. Er rechnet damit, dass 2022 noch 200 Flugzeuge seiner Flieger am Boden bleiben müssen. Anderen Airlines geht es genauso. So haben British Airways, Qantas oder Virgin Atlantic ihre Boeing 747 ausgemustert, Air France die Airbus A380.

Nie dagewesene Dynamik

Das hat Folgen. «Zu Beginn des kommenden Jahres werden die Flotten der Fluggesellschaften weltweit sehr anders aussehen, da sie sich darauf konzentrieren, weniger, kleinere, jüngere, bewährte und effizientere Flugzeuge einzusetzen», kommentiert IBA-Chef Phil Seymour. Die Dynamik des Marktes für Flugzeuge ändere sich gerade wie nie zuvor.

Nachvollziehbar ist, dass wegen der Corona-Krise ältere, spritfressende Modelle ausgemustert werden. So werden gemäß der Analyse von IBA 98 Prozent aller noch fliegenden McDonnell Douglas DC-9 von der Bildfläche verschwinden, 90 Prozent der MD-88 oder 41 Prozent der Boeing 717. Aber auch die viel jüngeren A380 trifft es hart. Wie IBA prognostiziert, werden 28 Prozent aller Superjumbos ausgeflottet, an Leasingfirmen zurückgegeben oder langfristig gelagert (siehe Grafik).

Weniger Aufträge für Airbus und Boeing

Und das wiederum ist ein schlechtes Zeichen für die Flugzeugbauer wie Airbus und Boeing. Weil die Flotten gerade massiv verjüngt werden, müssen sie sich in den kommenden Jahren auf dünnere Auftragsbücher gefasst machen.

Mehr zum Thema

Das Flugzeuglagerungs- und Verwertungsunternehmen Tarmac Aerosave betreibt im französischen Tarbes und im spanischen Teruel (im Bild) Standplätze für Flugzeuge.

Die Krise von oben

A340-600 von Virgin Atlantic: Ausmusterung verschiebt sich.

Diese Flieger verschwinden wegen Corona von der Bildfläche

Parked Lufthansa aircraft in Berlin: Some of them won't return.

Lufthansa verkleinert Flotte um Dutzende von Flugzeugen

Airbus A380 von Qatar Airways: Die Fluglinie will ihr Netz über Beteiligungen stärken.

Qatar Airways lässt alle Airbus A380 bis Juni am Boden

Video

Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies