Letzte Aktualisierung: um 12:32 Uhr

Enteignung von Leasingfirmen

Fast alle Flugzeuge russischer Airlines jetzt in Russland registriert

Früher war ein Großteil der Flugzeuge russischer Fluggesellschaften im Ausland registriert. Das änderte die Regierung und teilt jetzt mit, der Prozess sei quasi abgeschlossen.

Tis Meyer/Planepics.org

Auf den Cayman Islands registrierter Airbus A319 von S7 Airlines: Inzwischen sind fast alle Flieger im russischen Register eingetragen.

Nach internationalem Recht ist es illegal. Russland tut es dennoch: Nach und nach hat das Land Flugzeuge, die von russischen Fluglinien betreiben werden, aber ausländischen Leasingfirmen gehören, ins eigene Register übertragen. Problematisch ist dabei unter anderem, dass Nachweise der vorherigen Abmeldungen und Genehmigungen der Eigentümer fehlen.

Trotzdem sind laut dem russischen Verkehrsminister Vitaly Savelyev inzwischen fast alle Flugzeuge russischer Airlines ins nationale Register übertragen worden. Wie der Politiker dem Fernsehsender Rossiya-24 sagte, seien die Flieger auch im Land versichert worden. Die russische Flugzeugflotte bestehe derzeit aus 1272 Flugzeugen, darunter 1148 Passagierflugzeuge.

Leasingraten in Rubel bezahlt

Es handele sich aber nicht um eine Enteignung ausländischer Firmen, so Savelyev. Mit der Aussage nahm er Bezug auf die Aussagen verschiedener Manager von Leasingfirmen, die die Praxis als Diebstahl bezeichneten. Man sammele die Leasingraten in Rubel bei der Zentralbank. Doch die Firmen würden sie aufgrund der westlichen Sanktionen nicht annehmen.

Im Endeffekt ist allerdings die Weigerung, die Leasingraten in den vertraglich festgelegten Währungen zu zahlen, ebenfalls ein von der Regierung so gewollter Schritt. So wird die Landeswährung gestützt.