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Far Eastern Air Transport

Zweites Grounding für taiwanesische Traditionsairline

Far Eastern Air Transport stellt den Betrieb ein. Damit steht die taiwanesische Regionalairline wieder, wo sie schon vor elf Jahren stand.

Silvan Oberli/aeroTELEGRAPH

McDonnell Douglas MD-83 von Far Eastern Air Transport: Hebt nicht mehr ab.

Für Far Eastern Air Transport ist es ein Déjà-vu: Die taiwanesische Regionalairline stellte am Donnerstagabend (12. Dezember) alle Flüge ein. Sie schreibt anhaltende Verluste und konnte keine ausreichenden Finanzmittel mehr auftreiben. Seit Anfang des Jahres hatten sich die Schwierigkeiten abgezeichnet. Wegen zahlreicher Annullierungen von Flügen belegten die Behörden Far Eastern Air Transport mehrmals mit Geldstrafen.

Damit steht Far Eastern Air Transport wieder, wo sie am 13. Mai 2008 schon stand. Damals hatte die 1957 gegründete Fluglinie ihre Flüge bereits einmal eingestellt. Der hohe Kerosinpreis und der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes der Eisenbahn brachen ihr damals das Genick. Doch FAT, wie die Fluglinie oft auch abgekürzt genannt wird, kam zurück.

Noch große Pläne

Nach einer Sanierung und Finanzierungsrunde startete Far Eastern Air Transport im April 2011 wieder. Nach dem Aus von Transasia nach zwei tödlichen Unfällen innerhalb weniger Monate schickte sich die Fluggesellschaft 2016 sogar an, die gegroundete Konkurrentin zu übernehmen. Dazu kam es aber nicht mehr. Die Flotte von FAT bestand zuletzt aus sechs McDonnell Douglas MD-83 und MD-83 sowie sechs ATR 72.



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