In den Testräumen der FAA probiert man sich an der neuen Technik.

Revolutionäre Flugkontrolle

Ein neues Flugkontrollsystem der US-Luftfahrtbehörde soll die Fluglinien massiv entlasten: Es spart viel Zeit und Treibstoff.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Schneller ans Ziel kommen, sicherer fliegen, weniger Verspätungen - und dabei auch noch Milliarden sparen? Das klingt wie der Traum jeder Fluggesellschaft. Glaubt man der Federal Aviation Authority FAA, so kann sie diesen bald erfüllen. Next Gen heißt das Zauberwort. Es ist ein neues Flugkontrollsystem, an dem die amerikanischen Luftfahrtbehörde arbeitet und das zum Teil auch schon im Einsatz ist. 2025 soll das Programm endgültig abgeschlossen sein - für einen Preis von 15 bis 22 Milliarden Dollar. Doch das Geld soll es wert sein. Dannzumal können gleichzeitig mehr Flieger starten und landen und mehr Flieger können gleichzeitig in der Luft sein. Das führt dazu, dass mehr Passagiere pünktlicher ans Ziel kommen.

Das wird dank einer radikalen Neuerung möglich: Statt wie bisher von am Boden befindlichen Radarstationen zu navigieren, nutzt Next Gen Satelliteninformationen. Dadurch können Flieger gemäß der FAA direkter und mit weniger Kurven die Landebahnen ansteuern. «Es ist, als würde das Flugzeug kontinuierlich bis zum Ende des Landebahn gleiten», beschreibt Paul Fontaine, vernatwortlich für technische Entwicklung bei der FAA, den Prozess in der Zeitung Sun Sentinel. Am Flughafen in Miami wendet man das System schon an und bald soll es an allen Flughäfen in Südflorida eingeführt werden.

Effizientere Routen

Durch die neue Technik können die Flugzeuge auch einiges an Treibstoff sparen. Die Triebwerke bleiben zwar an, brauchen aber weit weniger Energie als bisher. Dadurch, dass die Flieger effizientere Routen fliegen, könnten bis zu 380 Liter Treibstoff und zehn Minuten Flugzeit pro Strecke gespart werden, schätzt die Luftfahrtbehörde. Eine weitere Neuerung sind Displays in den Cockpits, die den Piloten das Terrain bei jedem Wetter zeigen, als wäre es draußen sonnig. So könne man gemäß der FAA Verspätungen, die aufgrund von schlechtem Wetter und schlechter Sicht entstehen, deutlich reduzieren. Diese kosten die Fluggesellschaften in den Vereinigten Staaten jährlich rund 30 Milliarden Dollar. Bei den Airlines begrüßt man das Projekt. Next Gen könne gar nicht schnell genug fertig werden, so Steve Lott, Sprecher des Verbands Airlines for America, in dem alle großen Anbieter des Landes vertreten sind: «Gerade in den schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen».

Doch daran, ob wirklich mehr Flugzeuge in der Luft sein, starten und landen können, gibt es mancherorts noch Zweifel. Gerade auch, was die Hierarchie bei Landezeiten betrifft. «Wenn ein Flieger von American und einer von Delta gleichzeitig ankommen, welcher landet zuerst?», fragt sich Jim Marinitti vom Verband der Fluglotsen. Man könne weiter nur einen Flieger gleichzeitig aufsetzen lassen, daran ändere sich auch mit modernster Technik nichts.

Mehr zum Thema

Flughafen Newark bei New York: Auch von den Problemen betroffen.

Bauarbeiter durchtrennen Kabel und lösen massive Störung der Flugsicherung im Nordosten der USA aus - Tausende Flüge betroffen

ticker-usa

Erstmals seit 53 Jahren: Flughafen in Virginia erhält Zulassung für kommerzielle Flüge

Boeing 787 von American Airlines: Einige Dreamliner brauchen Flügelinspektionen.

US-Luftfahrtbehörde ordnet Riss-Prüfungen für Boeing 787 an

ticker-faa

FAA und Ampaire testen hybridelektrischen Frachtflug in Utah

Video

airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg