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Boom in der spanischen Exklave

Melilla, die kleine spanische Stadt in Nordafrika, wird besser mit der Heimat verbunden - gleich mit zwei neuen Fluglinien.

Helitt

Maschinen von Helitt: Kurs auf Afrika.

Der allererste Flieger kam pünktlich an. Um 12.45 Uhr setzt am Montag (21. November) die ATR 72 in der rotweißen Lackierung am Flughafen von Melilla auf. Rund 40 Minuten dauerte der erste Flug von Malaga über das Mittelmeer in die spanische Exklave in Nordafrika. Der Jungfernflug von Helitt Líneas Aéreas wurde von der Feuerwehr mit der obligaten Wasserfontäne gefeiert, wie die Lokalzeitung El Faro meldet. Denn für die 75’000 Einwohner zählende Stadt ist das Ereignis durchaus bedeutend. Bislang flog nur die staatliche Iberia nach Melilla.

Helitt will sich als Billigflieger positionieren. Für Einwohner der Exklave sind die Flüge nach Malaga beispielsweise bereits ab 25 Euro vor Steuern zu haben. Mit drei Turbopropflugzeugen mit 66 Plätzen will die Airline mit Sitz in Malaga nicht nur ihre Heimbasis sechs Mal die Woche mit Melilla verbinden, sondern später auch Barcelona und Madrid. 24 Monate plante Firmenchef und Eigentümer José Pizarro die neue Airline, welche das Preisniveau auf den Strecken nach Melilla deutlich drücken will, wie er gegenüber der Zeitung El Mundo erklärte. «Das ist das Ende des Monopols im Transport zwischen der Stadt und dem Festland» erklärt Helitt in einer Medienmitteilung.

Neun zusätzliche Flüge

Helitt ist indes nicht alleine. Auch die lokale Ryjet bietet seit Montag (21. November) Linienflüge von Melilla an. Bislang operierte diese Fluggesellschaft lediglich als Charteranbieter. Mit den beiden neuen Fluglinien stehen Reisenden in die spanisch-afrikanische Stadt künftig neun zusätzliche Flüge pro Woche zur Verfügung.

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