Boeing 737 Max 7 in der Luft: Ex-Mitarbeiter erheben schwere Vorwürfe gegen Boeing.

Schwere VorwürfeEx-Boeing-Beschäftigte «würden nie 737 Max fliegen»

Zwei Ex-Boeing-Mitarbeiter kritisieren Boeing scharf. Sie attestieren dem Unternehmen Profitgier und würden selbst niemals in eine Boeing 737 Max steigen. Aus Sicherheitsbedenken.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Michael O'Leary ist sich sicher, dass seine Passagiere keine Bedenken haben, mit einer Boeing 737 Max zu fliegen, sagte der oberste Ryanair-Chef Anfang Januar in Berlin. Kurz zuvor hatte sich bei einer 737 Max 9 von Alaska Airlines nach dem Start ein Paneel losgerissen und ein Loch im Rumpf hinterlassen.

O’Leary spricht aus Erfahrung. Nach dem Ende des zweijährigen Flugverbots der Boeing 737 Max habe Ryanair allen Reisenden angeboten, ihren Flug kostenfrei umzubuchen, sollten sie nicht mit einer Max fliegen wollen. Angenommen hat das Angebot laut O’Leary niemand.

Ex-Boeing-Mitarbeiter warnen vor 737 Max

Ed Pierson und Joe Jacobsen, zwei ehemalige Boeing-Mitarbeiter, hätten wohl von O’Learys Angebot Gebrauch gemacht. Sie würden auf keinen Fall mit einem Max-Flugzeug fliegen, sagten die beiden gegenüber der Los Angeles Times. Und das nicht, weil sie das Flugzeug nicht mögen, sondern aus Sicherheitsgründen.

«Ich habe in der Fabrik gearbeitet, in der sie gebaut wurden, und habe gesehen, unter welchem ​​Druck die Mitarbeiter standen, die Flugzeuge schnellstmöglich zur Tür hinauszuschicken», so Pierson, ehemaliger leitender Manager bei Boeing gegenüber der Zeitung.

Boeing denke nur an Gewinn

Joe Jacobsen war Ingenieur bei Boeing und der Federal Aviation Administration FAA und ergänzt, dass er jedem rät, die Max zu meiden. Er attestiert Boeing ein kulturelles Problem. Es gehe dem Unternehmen nur noch um Gewinnmaximierung. «In den letzten 20 Jahren haben sie sich kontinuierlich in Richtung Finanz-Engineering statt technischem Engineering bewegt», so Jacobsen.

Auch Pierson, der heute Chef der Foundation for Aviation Safety ist, einer Non-Profit-Organisation, die sich auf die Überwachung des Luftverkehrs spezialisiert hat, schlägt in die gleiche Kerbe. «Dies ist eine Kultur, in der Geld alles ist. Sie messen den Erfolg daran, wie viele Flugzeuge ausgeliefert werden, und nicht daran, wie viele Qualitätsflugzeuge geliefert werden», so Pierson.

Max 9 sei eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit

Beide halten die Aufhebung des Flugverbots für die Max 9 für verfrüht. Pierson sieht darin «ein weiteres Beispiel für schlechte Entscheidungsfindung und eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit».

Jacobsen kritisiert auch die Art und Weise, wie Boeing die Probleme löst. Statt alle Probleme in Griff bekommen zu wollen, kümmere sich das Unternehmen immer nur um die akuten Probleme. Daher sei es nur eine Frage der Zeit, bis das nächste Max-Problem auftritt: «Vielleicht nächste Woche, vielleicht in einem Monat». Boeing und die FAA wollten sich gegenüber der Los Angeles Times nicht zu den Vorwürfen äußern.

Mehr zum Thema

Boeing 737 Max 10 für Ryanair: So soll sie aussehen.

Ryanair bestellt bis zu 300 zusätzliche Boeing 737 Max 10

Alaska Airlines fliegt wieder mit Boeing 737 Max 9

Alaska Airlines fliegt wieder mit Boeing 737 Max 9

Boeing 737 Max 9 mit dem Kennzeichen N704AL: Es gab bereits Probleme.

«Großes Glück, dass nicht noch tragischer ausgegangen»

Nordlichter begleiteten Flug TOM950P.

In einer Boeing 737 Max 8 von Tui über den Atlantik

Video

airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack
delta dl1992 guadalajara airnav radar
Nach dem Tod eines berüchtigten Drogenbosses in Mexiko gibt es Unruhen, besonders im Bundesstaat Jalisco. Das hat auch Folgen für den Luftverkehr, besonders zwei größere Flughäfen sind betroffen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg