Turkish-Airlines-Flugzeug nach der Notlandung in Kathmandu: Passagiere haben ihr Handgepäck dabei.

Risiko HandgepäckPassagiere beachten Anweisungen nicht

Verschiedene Notlandungen in den letzten Monaten haben gezeigt: Passagiere lassen ihr Handgepäck im Flugzeug nur ungern zurück. Das kann gefährlich werden.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Turkish-Airlines-Flug 726, US-Airways-Flug 445 und Delta-Flug 1086 haben eigentlich nichts gemeinsam - bis auf dass alle drei Bruchlandungen waren: In Kathmandu, Denver und New York. Bei allen zeigte sich aber dasselbe Problem, wie die Fachseite Runwaygirlnetwork berichtet. Passagiere hörten nicht auf die Anweisungen der Besatzungen.

Wie man auf verschiedenen Videos sehen kann, nahmen die meisten der Reisenden ihr Gepäck mit, statt es zurückzulassen, wie es Vorschrift ist. Nicht nur das. Viele öffnen sogar die Gepäckfächer, um ihre Taschen noch mitzunehmen. Das kostet Sekunden, die mitunter über Leben und Tod entscheiden können. Das zeigte sich etwa bei der Bruchlandung einer Asiana-Maschine in San Francisco, die innerhalb kürzester Zeit abbrannte.

Auch andere Mängel

Dieses Verhalten kann auch aus anderen Gründen gefährlich sein. Ob nun eine Tasche hängenbleibt und so Knochen bricht, ob ein schweres Gepäckstück aus dem Fach fällt und jemanden bewegungsunfähig macht oder ob Wodkaflaschen zerbrechen und sich die entflammbare Flüssigkeit auf dem Boden verteilt - all das kann Todesopfer zur Folge haben. All diese Risiken in den Evakuierungsübungen der Hersteller nicht einbezogen.

Und das ist nicht das einzige Problem: So finden diese Übungen etwa auch meist in der Sprache der freiwilligen Teilnehmer statt. Doch ein zentraler Faktor beim Erfolg einer Evakuierung ist eben oft auch die Sprache. So wurde etwa im Fall von Asiana bemerkt, dass ein Großteil der Passagiere aus Südostchina stammte und Mandarin oder Hokkien sprach. Die Englischkenntnisse reichten nicht aus, um die Anweisungen der koreanischen Crew zu befolgen. In der Branche werden daher schon länger Stimmen laut, dass die Evakuierungsübungen angepasst werden müssen.

Mehr zum Thema

Airbus A350 und Airbus A330 in Delta-Farben: Die Airline will mehr.

Delta erweitert Langstreckenflotte mit zusätzlichen Airbus A330 Neo und A350

Boeing 767-400ER von Delta Air Lines: Die Fluglinie muss ihre alternde Boeing-Flotte bald erneuern.

Legt Delta Air Lines bei der Langstreckenbestellung nochmal nach?

Airbus A220 von Delta: Wie geriet die Enteisungsflüssigkeit ins Flugzeug?

Airbus A220 von Delta kehrt nach Enteisung um: Passagier durchnässt

ticker-delta-airlines

Delta konkretisiert Pläne für Basic-Tarif in der Business Class

Video

Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies