Flugzeug von Etihad: Die Airline aus Abu Dhabi will noch mehr Passagiere auf mehr Strecken befördern.

Massives WachstumDer ambitionierte Plan von Etihad

Europas Airlines zittern vor der Konkurrenz aus dem Nahen Osten. Zu Recht: Etihad will in den nächsten fünf Jahren die Passagierzahlen mehr als verdoppeln.

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Die Vereinigten Arabischen Emirate sind nicht gerade bekannt dafür, bescheiden aufzutreten. Entsprechend wenig bescheiden sind auch die Ziele von Etihad, der Fluglinie des reichsten Emirates Abu Dhabi. Sie pfeift auf Allianzen und kauft stattdessen Anteile ausländischer Anbieter hinzu – Air Berlin, Alitalia und die Schweizer Darwin/Etihad Regional gehören etwa dazu.

Das soll sich auszahlen: In den nächsten fünf Jahren soll die Zahl der Passagiere der Etihad-Gruppe um 116 Prozent wachsen, die Anzahl der Beschäftigten um 54 Prozent und die Flotte um 66 Prozent. Zudem sollen 24 neue Ziele angeflogen werden. Diese Zahlen nannte Shane O’Hare, stellvertretender Marketing-Chef von Etihad, auf einer Konferenz in Abu Dhabi.

Alle Partner ambitioniert

Seinen Angaben zufolge sind die Ziele für die Partner Alitalia, Jet Airways, Air Berlin, Air Seychelles und Etihad Regional ähnlich ambitioniert. Bis 2020 will der gesamte Etihad-Verbund 79‘000 Menschen beschäftigen, 151 Millionen Passagiere pro Jahr zu 615 Zielen befördern. Der Flugzeugpark soll 837 Maschinen umfassen – 201 mehr als heute, rechnet Arabian Aerospace vor.

Die Strategie beinhalte «organisches Wachstum durch Codeshare-Abkommen, Minderheitsbeteiligungen an anderen Airlines, den Ausbau des Drehkreuzes Abu Dhabi und die Erweiterung des Vielfliegerprogramms über das traditionelle Geschäft hinaus», so O’Hare.

Bestes Reisen in allen Klassen

Man wolle bestmögliches Reisen ermöglichen – in allen Klassen. Dazu zählen hochklassig geschulte Butler für die A380-Suiten «The Residence», Köche an Bord für die Erste Klasse und das «Dine Anytime» Programm in der Business Class. Auch in der Economy soll es weitere Verbesserungen geben: «Wir würden gerne die Trolleys loswerden – wir freuen uns über jeden Vorschlag.»

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