Flugzeug von Etihad: Die Airline ist offenbar bereit, ihre Bücher zu öffnen.

SubventionsstreitEtihad und Emirates vor Deal mit den USA

Im Zwist über Subventionen und Drittland-Routen hat sich Qatar Airways mit den USA geeinigt. Nun könnten die Airlines aus den Vereinigten Arabischen Emiraten folgen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Einer der größten Luftfahrtstreits der vergangenen Jahre könnte bald zu einem Ende kommen: Die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate nähern sich in der Auseinandersetzung um angebliche Staatshilfen für Emirates und Etihad einer Einigung an, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Der Deal würde laut vier Informanten vorsehen, dass die beiden Golfairlines ihre Bücher öffnen. Damit könnten sie dem Vorwurf der US-Airlines Delta, American und United entgegentreten, sie würden von staatlichen Subventionen in Milliardenhöhe profitieren und damit den Wettbewerb verzerren.

Während die drei großen amerikanischen Fluggesellschaften mit diesem Argument seit Jahren bei der US-Regierung lobbyieren, streiten Emirates und Etihad den Vorwurf seit jeher ab. Sie warfen auch bereits ihrerseits den Fluglinien in den USA vor, von staatlichen Beihilfen zu profitieren. In welcher Weise die Golfairlines nun ihre Finanzen offenlegen sollen, ist noch nicht klar. Allerdings könnten der Deal dem ähneln, den Qatar Airways im Januar mit den Vereinigten Staaten auf den Weg gebracht hat.

Von Dubai über Mailand nach New York

Qatar Airways will innerhalb eines Jahres einen Geschäftsbericht nach einem international anerkannten Standard veröffentlichen und dies dann jährlich tun. Zudem wird sie innerhalb von zwei Jahren alle Transaktionen mit staatlichen Organisationen offenlegen. Zudem verpflichtet sich Qatar Airways, keine Flüge der fünften Freiheit in die USA anbieten, also keine Flüge, die in einem anderen Land zwischenlanden und dort Passagiere aufnehmen.

Während die Fluggesellschaft aus Katar bisher sowieso keine Verbindungen der fünften Freiheit in die USA im Flugplan hat, fliegt Emirates von Dubai aus über Athen nach Newark und über Mailand nach New York JFK. Allerdings argumentieren die Golfairlines, dass auch Delta von Manila auf den Philippinen nach Tokio in Japan fliegt.

Open-Skies-Abkommen bliebe unangetastet

Die amerikanischen Airlines fürchten, dass Emirates und Etihad künftig Stopps in London oder Paris einlegen könnten, um Passagiere Richtung USA aufzunehmen. Das würden sie gerne vertraglich unterbinden. Laut AP scheinen sie sich damit aber wohl nicht durchsetzen zu können. Demnach ist lediglich eine Art Begleitschreiben geplant, in dem Emirates und Etihad versichern, dass sie zurzeit keine Pläne haben, solche Verbindungen anzubieten.

Kommt die Einigung zustande, würden die Golfairlines damit den Schritt vermeiden, den ihre Konkurrenten in den USA zuletzt in dem Zwist forderten: eine Anpassung des Open-Skies-Abkommen zwischen den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Emirates hatte für diesen Fall bereits gedroht, eine Bestellung von 150 Boeing 777X zu stornieren.

EU will heimische Airlines schützen

Während die Zeichen in den Vereinigten Staaten auf Einigung stehen, sieht es in Europa anders aus. Zwar wird der Streit hier nicht so scharf geführt wie auf der anderen Seite des Atlantiks. Dennoch beklagen sich auch Lufthansa und andere europäische Fluglinien über unfaire Vorteile für die Airlines vom Persischen Golf, aus China und teilweise auch für Turkish Airlines. Nun hat die EU einen Vorschlag vorgelegt, wie heimische Fluggesellschaften besser vor staatlich geförderter Konkurrenz geschützt werden können.

Mehr zum Thema

ticker-american-airlines

American Airlines modernisiert Kabinen in Airbus A319 und A320

ticker-american-airlines

Ausbau nach Venezuela: American Airlines nimmt Maracaibo wieder ins Streckennetz auf

ticker-american-airlines

American Airlines kehrt nach Haiti zurück

ticker-american-airlines

Piloten von American Airlines können Cockpittür nicht öffnen - Verspätung

Video

2005: Boeing 737-800 (VH-XZJ) «Mendoowoorrji»
Rund 13 Jahre lang flog die Boeing 737 namens Mendoowoorrji mit einem Aborigine-Kunstwerk auf dem Rumpf um die Welt. Nun wird das Flugzeug von Qantas umlackiert, ganz verschwindet die Geschichte aber nicht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil