Airbus A380 von Etihad: Alle Investitionen der Golfairline werden offenbar überprüft.

Verkäufe eine OptionEtihads Europa-Strategie auf dem Prüfstand

Nach der Niederlage bei Air Berlin stellt die Golfairline ihre Strategie auf den Prüfstand. Chef James Hogan steht vor dem Abgang. Werden die Beteiligungen in Europa verkauft?

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Abbau - das ist neu für Etihad Airways. Am Wochenende musste die bisher so erfolgsverwöhnte Golfairline eine Reduktion des Personalbestandes um bis zu 3000 Stellen bekannt geben. «Wir werden diese Maßnahme in einer fairen, strukturierten und transparenten Weise durchführen», erklärte der Konzern, ohne selbst eine konkrete Zahl zur Reduktion zu nennen.

Die Krise sitzt offenbar tief. Denn es geht nicht nur um eine Reduktion der Lohnkosten, sondern um eine grundlegende Überprüfung der Strategie, berichtet das deutsche Handelsblatt unter Berufung auf mehrere voneinander unabhängige Quellen. Im Fokus sollen dabei die Beteiligungen von Etihad in Europa stehen. Bei Air Berlin zeichnet sich ein völliger Ausstieg über einen Verkauf an Lufthansa bereits ab. Die deutsche Airline schaffte es auch mit Hilfe aus Abu Dhabi nicht, aus den roten Zahlen zu fliegen.

Strohfeuer bei Alitalia

Doch auch Alitalia steht laut dem Bericht zur Disposition. Noch vergangenes Jahr rechnete Etihad mit schwarzen Zahlen in Italien und sprach von einem überraschend «schnellen Turnaround». Doch vor einigen Wochen mussten die Manager der italienischen Fluggesellschaft zugeben, dass es länger dauert als gedacht. Alitalia könnte noch mehrere Jahre Verluste schreiben. Es stehen Jobkürzungen und ein Abbau beim Angebot an.

Etihad soll deshalb alles überpüfen. Bereits im Januar könnte mit dem Rückbau des Europageschäfts begonnen werden, schreibt die Wirtschaftszeitung. Aufsichtsratsmitglied Ahmed Ali Al Sayegh werde die Federführung übernehmen. Geprüft werden angeblich auch Notverkäufe deutlich unter Wert.

Hogan vor Abgang

Ein Nebeneffekt: Wie verschiedene Medien berichten, soll Etihad-Chef James Hogan in den kommenden drei Monaten zurücktreten. Er ist der Architekt der Strategie des Zukaufs von Beteiligungen in aller Welt. Während Air Serbia, Jet Airways, Virgin Australia und Air Seychelles florieren, geht es Alitalia und Air Berlin schlecht. Die kleine Etihad Regional/Darwin Airline ist zwar saniert, bringt aber Etihad kaum etwas.

Ein Sprecher von Etihad Airways erklärt auf Nachfrage, dass man keine Stellung nehmen wolle – aber macht auch deutlich: «unbegründete Gerüchte am Markt» kommentiere man grundsätzlich nicht.

Mehr zum Thema

INNA und Wizz Air: Das Video zu Wizz Away wurde am Flughafen Bukarest gedreht.

Wenn Airlines auf Popstars setzen

Flughafen Mönchengladbach: Wirkt ruhig - ist aber ganz schön geschäftig.

Einst Grasfeld, dann Air Berlins Düsseldorf-Alternative und heute Innovationslabor

Flugzeug von Condor in Wien: Hier brummt das Geschäft.

Condor nennt ihre erfolgreichsten Städte-Strecken - und Unterschiede zu Air Berlin

Ein Eurowings-Flugzeug über der Altstadt von Jeddah: Die Airline fliegt im Winter ab Stuttgart neu in die saudische Hafenstadt.

Eurowings wird zum Arabien-Shuttle

Video

Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick aus dem Airbus A340-600 von Lufthansa: Jetzt ein Bild der Vergangenheit.
Nach 23 Jahren hat Lufthansa ihren letzten regulären Flug mit einem Airbus A340-600 absolviert. Am Steuer saß Lufthansa-Airlines-Vorstand Francesco Sciortino. Es war ein emotionaler Abschied von einem Flugzeug, das für viele etwas Besonderes war - aber einfach nicht mehr mit den moderneren Modellen mithalten kann.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin