Etihad-Flieger: In den USA nicht sonderlich erwünscht.

Etihad: Gegenwind aus den USA

Die Fluggesellschaft aus Abu Dhabi wächst und wächst. Und das bedroht eine ganze Reihe Konkurrenten. In den USA formiert sich nun Widerstand.

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Etihad Airways darf keine Flüge von Belgrad in die USA anbieten. Zumindest nicht, wenn diese über Abu Dhabi führen. Das hat das Transportministerium der Vereinigten Staaten entschieden. Es gab damit dem Verband Airlines for America Recht. Die Organisation amerikanischer Fluggesellschaften hatten die Pläne der Golfairline als «bizarr» bezeichnet.

Etihad wollte das Codeshare-Abkommen mit der neuen assoziierten Gesellschaft Air Serbia ausnutzen, um Reisende von Belgrad via Abu Dhabi in die USA zu fliegen. Das bedeutet einen Umweg von 8000 Kilometern. «Nur wenn die Preise dadurch massiv und künstlich verbilligt würden, würden Passagiere sich dafür entscheiden», so die Begründung des Verbandes für eine entsprechende Petition.

Codeshare mit Jetblue

Der Widerstand hat einen Grund. Etihad macht sich in den USA immer breiter. Letzte Woche hatte die Fluglinie bekannt gegeben, mit der amerikanischen Billigairline Jetblue ein Codeshare-Abkommen auf Strecken zu über vierzig Destinationen zu starten. Im Vergleich damit dürfte der Rückschlag auf der Belgrad-Strecke zu verkraften sein.

Auch von der Pilotenvereinigung der US-Fluggesellschaft Southwest erntet Etihad Kritik. Die Piloten beschweren sich öffentlich für eine Zollabfertigungsstelle, die Etihad in Abu Dhabi eigens für Flüge in die USA errichten ließ. Bezahlt hat das die Regierung in Washington. Die Kritik: Da keine US-Airline nach Abu Dhabi fliege, profitiere ausschließlich Etihad von den Steuergeldern. Und die dortige Fluglinie werde ohnehin schon von ihrer eigenen Regierung unterstützt.

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