Bestellung von 10 MRJ90Erster Erfolg für Mitsubishi in Europa

Für den japanischen Flugzeugbauer ist es eine ganz wichtige Bestellung. Erstmals hat ein Kunde aus Europa den Mitsubishi Regional Jet bestellt. Er schwärmt vom Flieger.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

Bei Mitsubishi lief es bislang nicht ideal. Immer und immer wieder musste der japanische Flugzeugbauer Verzögerungen bei seinem Regional-Jet-Programm bekannt geben. Zuletzt teilte er letzten Dezember mit, dass die erste Auslieferung sich um ein weiteres Jahr auf 2018 verzögert.

Doch nun können die Japaner eine wichtige Erfolgsmeldung verbreiten. Sie haben den ersten Kunden in Europa gefunden. Die schwedische Leasingfirma Rockton bestellt 10 Mitsubishi Regional Jet MRJ90 fest. Gleichzeitig sicherte sie sich eine Option auf weitere 10 Exemplare, wie am Montag (11. Juli) bekannt gegeben wurde. «Wir halten dieses Flugzeug für ein außerordentliches Produkt. Es ist bahnbrechend», so Rockton-Partner Niklas Lund in einer Pressemitteilung.

Hoffnung auf weitere Orders aus Europa

Für Rockton passt der Mitsubishi Regional Jet gut nach Europa. Er sei sehr leise und ermögliche es Fluggesellschaften mit Bedarf von Fliegern für 70 bis 90 Passagiere dank hoher Reichweite ganz neue Ziele wirtschaftlich anzufliegen. Mitsubishi glaubt, dass die Order weitere in Europa nach sich ziehen wird. Bislang kommt der Flugzeugbauer auf 243 feste Bestellungen.

Einer der Kunden von Rockton ist die schwedische Regionalfluggesellschaft BRA Braathens Regional. Sie war einst als Erstkundin der C-Series von Bombardier vorgesehen, zog sich dann aber zurück. Die Auslieferung der georderten 5 CS100 und 3 CS300 wurde nach hinten verschoben.

Kein Ersatz der C-Series durch Mitsubishi-Jet

Die Mitsubishi Regional Jets sind aber nicht für BRA vorgesehen. «Es gibt keine solchen Pläne», erklärt Rockton-Partner Lund gegenüber aeroTELEGRAPH. Die C-Series-Order aus Schweden ist also nach wie vor aktuell.

Das japanische Flugzeug wird theoretisch in zwei Varianten angeboten. Die MRJ70 bietet Platz für 76 bis 80 Passagiere (eine Klasse) und der MRJ 90 für 88 bis 92 Passagiere. Bislang wurde aber nur die größere Maschine geordert. Der von Grund auf neu entwickelte Flieger fasst damit weniger Reisende als Bombardiers C-Series aber ungefähr so viele wie Embraers E170 und E175. In der Long-Range Variante (MRJ90 LR) kann der Mitsubishi Regional Jet bis zu 3770 Kilometer weit fliegen.

Nationale Bedeutung

Der Mitsubishi Regional Jet ist für Japan von nationaler Bedeutung. Neben Mitsubishi Heavy Industries (65 Prozent des Kapitals) sind weitere Industriegrößen beteiligt: Mitsubishi Corporation, Toyota Motor (je 10), Sumitomo und Mitsui (je 5 Prozent). Letztmals baute Japan in den Sechzigerjahren ein eigenes Passagierflugzeug. Die NAMC YS-11 für 64 Passagiere wurde von 1962 bis 1974 gebaut. Insgesamt wurden aber nur 182 Stück hergestellt.

Mehr zum Thema

Und er fliegt doch! Am 11. November 2015 hob der Mitsubishi Regional Jet erstmals ab. 1,5 Stunden lang wurden seine Flugeigenschaften getestet.

Mitsubishi zeigt erstmals Kabine des Regional Jets

Flughafen Tokio-Haneda mit dem Fuji im Hintergrund: Japanische Airlines sollen sich bei Inlandsflügen künftig abstimmen.

Japan will mit abgestimmten Flugplänen unwirtschaftliche Strecken erhalten

Cathay Pacific unterwegs mit A350-900

Mit Cathay Pacific stilvoll zu Traumzielen in Asien und Australien

Airbus a330 von China Eastern im Hintergrund steht ein Flugzeug von Japan Airlines: Chinesische Airlines erleben derzeit eine Stornierungswelle für Japan-Flüge.

Chinesische Airlines annullieren massenweise Japan-Flüge

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack