Airbus A350 über Dubai: Emirates hat Lust auf mehr der Flieger.

Boeing 787 zu spätEmirates erwägt, mehr Airbus A350 zu kaufen

Die Airline aus Dubai rechnet mit jahrelanger Verspätung bei der Boeing 787. Emirates liebäugelt daher mit einer Aufstockung ihrer Airbus-Order - und hat auch den A350-1000 im Blick.

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Ende April ließ Tim Clark erstmals die Bestellung für Boeing 787 wackeln. Mit Blick auf die Verspätungen beim Dreamliner erklärte der Emirates-Präsident: «Wir prüfen die gesamte Situation und werden sehen, ob die 787 einen Platz in der Flotte hat oder nicht.»

Im Gespräch mit Journalisten am Rande der ILA in Berlin erklärt Clark nun: «Laut Vertrag würden wir im nächsten Mai, also in elf Monaten, unsere erste Boeing 787 erhalten. Ich glaube, wir werden sie nicht vor 2025 oder 2026 bekommen.» Das sei zu spät für Emirates. Besonders, da auch die größere Boeing 777-9 Verspätung habe, welche die Airline ebenfalls bestellt hat.

Mehr Airbus A350 statt Boeing 787-9?

Auf die Frage nach Alternativen für die 30 bestellten 787-9 antwortet der Emirates-Präsident: «Vielleicht sogar mehr Airbus A350.» Diese könnten schneller geliefert werden und die Lücke schließen, welche die Golfairline zwischen 2024 und 2027 befürchtet.

Emirates hat bereits 50 Airbus A350-900 bestellt und erwartet sie laut Clark «hoffentlich ab August oder September 2024». Auch das ist eine Verspätung um etwas mehr als ein Jahr. Dafür sollen die Auslieferungen schneller erfolgen. «Eigentlich hätte sie innerhalb von dreieinhalb Jahren kommen sollen, nun versuche man dies in nur zwei Jahren zu schaffen.» Allerdings gebe es derzeit Probleme bei Kabinenzulieferern, etwa bei Sitzen und Monitoren.

A350-1000 interessant - unter einer Bedingung

Clark schließt auch den Schritt zur größeren Variante des A350 nicht aus. «Wir werden uns auch den A350-1000 anschauen, aber die Rolls-Royce-Triebwerke haben Probleme», so der Emirates-Präsident. «Wenn Rolls Triebwerke produziert, die für mindestens 2000 bis 3000 Zyklen am Flügel bleiben, schauen wir uns das ernsthaft an.»

Mit Blick auf die Kritik, die Qatar Airways an der Oberflächenbeschichtung des A350 übt, sagte Clark über Airbus: «Sie geben zu, dass es ein Problem gibt.» Man sehe aber kein Sicherheitsproblem, sonst würde man bei Emirates das Modell nicht kaufen. Man habe mit dem Hersteller eine Reihe von Präsentationen dazu gehabt, «was sie planen, um das Problem zu beheben».

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