Embraer-Turboprop beim Christo: Der Hersteller hat die Entwicklung auf Eis gelegt.

Auch E175-E2 weiter auf EisEmbraer versetzt Turboprop in Dornröschenschlaf

Der brasilianische Hersteller bremst bei der Entwicklung des neuen Turboprop-Flugzeugs noch stärker. Die Budgets fährt Embraer auf ein Minimum zurück.

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Erst fiel bei einer Präsentation vergangenen Dezember auf, dass der Zeitstrahl für die Entwicklung des neuen Turbopropmodells fast unmerklich in die Zukunft gerückt wurde. Wenig später bestätigte Embraer die Verschiebung des Projekts. Dabei ist das Interesse von Fluggesellschaften groß.

Der brasilianische Hersteller hatte bis zum Sommer 2022 schon 250 Absichtserklärungen für die 70 bis 90 Plätze bietende Maschine gesammelt. Air Serbia hatte sogar öffentlich Interesse gezeigt. Offiziell machte Embraer ungünstige wirtschaftliche und technische Marktbedingungen für die Verspätung verantwortlich.

Budget wird markant reduziert

Nun geht man bei Embraer noch einen Schritt weiter. Bei der Präsentation der Zahlen für 2022 erklärte  Embraer-Vorstandsvorsitzender Francisco Gomes Neto, dass das Programm praktisch ausgesetzt sei. Während 2022 noch rund 15 Prozent des Budgets für Forschung und Entwicklung in das Turboprop-Projekt gepumpt wurde, wird das Budget in diesem Jahr stark zurückgefahren.

Grund für die Aussetzung sei laut Gomes Neto, dass der Triebwerksmarkt keine Lösung biete, die den erwarteten Leistungsanforderungen entspreche. Embraer fordert von den Herstellern, dass die Triebwerke mit 100 Prozent nachhaltigen Flugkraftstoffen (im Jargon SAF genannt) betrieben werden und auch zu einem späteren Zeitpunkt auf Wasserstoff umgestellt werden können.

Problem für die E175-E2 in den USA

Embraer legt aber nicht nur das Turboprop-Projekt auf Eis, sondern auch die Lancierung der E175-E2. Die kleinste Variante der E2-Jet wurde für Regionalstrecken in den USA geplant. Kleine amerikanische Fluggesellschaften, die für die großen United, Delta und American Airlines regionale Strecken bedienen, sind auf Flugzeuge mit maximal 76 Sitzen und einem maximalen Startgewicht von 39 Tonnen limitiert.

Damit soll verhindert werden, dass die Airlines wichtige Strecken an ihre Tochtergesellschaften weitergeben und den Besatzungsmitgliedern niedrigere Löhne zahlen. Doch Embraer hoffte, dass die Grenze nach oben angepasst wird. Das ist jedoch bisher nicht geschehen.

Eigentlich keine Konkurrenz

Eigentlich könnte eine E175-E2 ein Erfolg werden, da es keine direkte Konkurrenz mehr gibt. Die CRJ-Familie hat Bombardier an Mitsubishi verkauft, die eine Wiederaufnahme der Produktion nicht in Betracht zieht. Zudem hat Mitsubishi das Spacejet-Programm beendet.

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