In São José dos Campos bauen die Arbeiter von Embraer...

Embraer E2 leiser als Airbus A220Auch Helvetic Airways hat bald einen Flüsterjet

Die Schweizer Regionalairline flottet bald ihre erste Embraer E190-E2 ein. Helvetic Airways entschied sich auch wegen der geringen Lärmemissionen für den brasilianischen Jet.

Top-Jobs

Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Sie sei der neue «Flüsterjet», erklärte Swiss stolz, als sie vor drei Jahren ihre erste C-Series in die Flotte aufnahm. Und Hersteller Bombardier versprach bis zu vier Mal geringere Lärmemissionen im Vergleich zu aktuellen Flugzeugen der gleichen Größe. Das war ein wichtiges Argument für den Regionalflieger, der inzwischen Airbus A220 heißt.

Rund um den Flughafen Zürich und damit das Drehkreuz von Swiss gibt seit Jahren eine Gruppe von Anwohnern, die sich heftig über Fluglärm beschwert. Als sich Helvetic Airways nach neuen Flugzeugen als Ersatz für ihre Embraer E190 umsah, war deshalb klar, dass neben den Kernkriterien Preis und Betriebskosten auch die Lärmemissionen ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung sein werden. Denn sie hat wie Swiss ihre Basis in Zürich.

Durchgesetzt gegen den Airbus A220

«Wir fliegen zudem an viele Flughäfen in Europa, die von dicht besiedelten Gebieten umgeben sind», ergänzt Geschäftsführer Tobias Pogorevc im Gespräch mit aeroTELEGRAPH. Überall dort würden die Diskussionen um Fluglärm und lärmabhängige Gebühren in Zukunft nochmals zunehmen, ist er überzeugt. «Wer leisere Flugzeuge hat, ist da im Vorteil.» Dasselbe gelte beim CO2- Ausstoß. Auch dort würden die Vorschriften laufend strenger, an Emissionen gebundene Gebühren würden zunehmend zum Thema.

Am Ende entschied sich Helvetic Airways für die Embraer E190-E2. Zwölf Exemplare orderte die Schweizer Regionafluggesellschaft fest. Das erste wird im Oktober in Zürich eintreffen und das Kennzeichen HB-AZA tragen. Durchgesetzt hat sich der neue Regionalfliegers aus Brasilien gegen den Airbus A220, der bis zuletzt noch in der Auswahl stand.

Kleinerer Lärmteppich

In der Evaluierung punktete die E190-E2 nicht zuletzt auch beim Lärm. Sie ist rund halb so laut wie die von Helvetic aktuell noch eingesetzte Vorgängerversion E190. Sie soll aber auch nochmal rund zehn Prozent leiser als der Airbus A220-100 sein, wie Embraer verspricht. Für die Anwohner um den Flughafen Zürich bedeutet das eine markante Verringerung der Beschallung, wie erste Simulationen (siehe Grafik unten) zeigen.

Simulation des Lärmpegels eines Starts auf Piste 28 am Flughafen Zürich einer Embraer E190 (links) und Embraer E190-E2.       

Nicht nur die Anwohner werden aber weniger von den neuen Helvetic-Flugzeugen hören, auch die Passagiere. In der Kabine ist die E190-E2 deutlich leiser als andere Regionalflugzeuge und gemäß Embraer auch deutlich leiser als der Airbus A220. «Am Boden, beim Start, auf Reiseflughöhe, bei der Landung - unsere E2-Jets sind überall weniger laut», sagt Programmchef Fernando Antonio Oliveira. Man habe sehr viel in die Isolierung der Kabine investiert, erklärt er.

Kampf mit dem Wal

Ein Problem aber teilt die Embraer E2 mit dem A220. Beide nutzen die PW1000G-Triebwerke von Pratt & Whitney. Und die machen vor allem beim Landeanflug manchmal heulende Geräusche, die Anwohner schon mit Brunftruf eines Schwertwals verglichen haben. Auch bei Embraer weiß man davon. «Pratt & Whitney arbeitet an einer Lösung», so Oliveira.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen der ersten Embraer E190-E2 von Helvetic Airways.

Mehr zum Thema

Derzeit ist bereits der Rumpf fertig gebaut, demnächst werden Tragflächen und Leitwerk montiert.

So wird es in den E2-Jets von Helvetic aussehen

«Die E2-Jets sind mehr als ein Neo oder eine Max. Sie sind zu drei Viertel neu», sagt Rodrigo Silva e Souza, Marketingchef der Zivilflugzeugsparte von Embraer. Im Bild die Produktion im Werk in São José dos Campos.

Das Duell Embraer E2 gegen Airbus A220

Flugzeug mit Biss: Helvetic Airways erhofft sich von den E2-Jets viel.

E2-Jet soll Helvetic zur modernsten Airline machen

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

evakuierung flugzeug koffer
Immer häufiger ist zu beobachten, dass Fluggäste bei Evakuierungen mit ihrem Handgepäck das Flugzeug verlassen - und damit ihr eigenes und fremde Leben riskieren. Der Airline-Dachverband Iata will nun mithilfe einer psychologischen Studie herausfinden, was Fluggesellschaften dagegen tun können.
Timo Nowack
Timo Nowack
houston beinahe zusammenstoss
Mitte Dezember kam es über Houston beinahe zu einem Zusammenstoß zwischen einem Airbus A320 Neo und einer Embraer ERJ 145. Zuvor gab es ein Missverständnis zu einer Anweisung der Flugsicherung.
Timo Nowack
Timo Nowack
pia crew streit
Am Flughafen Jeddah sind zwei Crewmitglieder von Pakistan International Airlines aneinandergeraten. Die Fluglinie untersucht den Vorfall nun.
Timo Nowack
Timo Nowack