Flieger von Zunum Aero: Wie gemacht für Norwegen?

Mitarbeiter entlassenElektroflieger-Bauer Zunum schwer angeschlagen

Die Jungfirma Zunum ist bei der Entwicklung ihres Elektrofliegers das Geld ausgegangen. Auf den bisherigen Investor Boeing kann sie nicht mehr zählen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

Bis 2022 einen Hybrid-Elektroflieger mit bis zu zwölf Plätzen entwickeln - mit diesem Plan begeisterte das Start-up Zunum Aero im Frühjahr 2017 Geldgeber. In einer ersten Investorenrunde statten unter anderem Boeing und Jetblue das junge Unternehmen aus den USA mit Kapital aus. Mit der Charterfirma Jet Suite fand sich im Mai 2018 sogar eine Erstkundin für den Flieger. Doch nun scheint Zunum in großen Schwierigkeiten zu stecken.

Wie das Wirtschaftsmagazin Forbes unter Berufung auf vier ehemalige Zunum-Angestellte berichtet, musste das Unternehmen schon im vergangenen November die meisten seiner 70 Mitarbeiter entlassen. Das ehemalige Hauptquartier in einem Vorort von Seattle hat neue Mieter, bestätigte der zuständige Immobilienmanager. Am Standort in Illinois, wo Zunum den Antrieb entwickelte, ließen laut ehemaligen Mitarbeitern Gläubiger sogar Einrichtungen konfiszieren und die Schlösser austauschen. Die dortige Arbeitsbehörde erklärt, es lägen auch zwei Beschwerden wegen nicht bezahlter Löhne vor.

Boeing sehr zurückhaltend

Zunum-Chef Ashish Kumar erklärte gegenüber dem Magazin lediglich: «Wie es Start-ups oft tun, haben wir eine herausfordernde Zeit durchlaufen.» Das Team setze sich aber weiterhin für eine Zukunft mit elektrischen Flügen ein. Zunum bemüht sich laut Forbes zurzeit darum, in einer zweiten Investorenrunde 50 Millionen Dollar zu erhalten. Zuvor waren laut dem Blatt Kumars Bemühungen um weitere Gelder Mitte 2018 gescheitert, während die Kosten unter anderem durch eine Aufstockung des Personals gestiegen waren.

Auf Boeing kann Zunum dieses Mal kaum zählen. Ein Sprecher des Konzerns erklärte gegenüber Forbes: «Wir verfolgen derzeit einen eher passiven Ansatz in Bezug auf unsere Geschäftsbeziehung.» Ein Sprecher von Jetblue Tech Ventures erklärte, man sei sich bewusst, dass Zunum weitere Finanzierung suche, wollte sich dazu aber nicht äußern.

Neue Investorengruppe in Sicht?

Zunum-Chef Kumar und sein Technikchef Matt Knapp sollen ehemalige Angestellte in Videokonferenzen weiterhin über die Lage es Unternehmens informieren. Ende Juni erklärten sie dabei laut dem Bericht, man stünde vor dem Abschluss eines Deals mit einer Gruppe von Investoren. Dazu würde auch die Einsetzung eines neuen Managements gehören, das Zunum mehr auf die Entwicklung des Antriebs fokussieren werde.

Mehr zum Thema

Entwürfe von Zunum: Hybrid-Elektroflieger.

Boeing wettet auf ein Elektroflugzeug

Flieger von Zunum: Jetsuiste kauft ihn.

Qatar-Beteiligung Jetsuite kauft neuen Elektrojet

Boeing 787-8 von ANA: Die Airline hatte 30 Boeing 787-3 bestellt.

Boeing 787-3: Der vergessene Dreamliner

Lufthansa Boeing 787-9 100 Jahre Sonderlackierung

Lufthansa empfängt erstes Flugzeug in 100-Jahre-Sonderlackierung

Video

vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a330 antarktis
Im vergangenen Dezember landete erstmals ein Airbus A330 in der Antarktis. Jetzt gibt es reichlich Einblicke ins Cockpit während dieses Fluges.
Timo Nowack
Timo Nowack
Das Wrack der Beechcraft 1900 von Satena: Liegt in schwierigem Gelände.
Im Nordosten Kolumbiens ist eine Beechcraft 1900 auf dem Weg nach Ocaña abgestürzt. Alle 15 Menschen an Bord des Flugzeuges der Staatsairline Satena kamen ums Leben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg