Entwürfe von Zunum: Hybrid-Elektroflieger.

InvestmentarmBoeing wettet auf ein Elektroflugzeug

Der amerikanische Flugzeugbauer will mit jungem Elan in die Zukunft. Dafür hat Boeing eine Investmentfirma gegründet. Die hat nun zwei erste Projekte ausgewählt.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Ein bisschen macht Boeing jetzt auf Silicon Valley. Der amerikanische Flugzeugbauer hat eine eigene Venture-Capital-Tochter gegründet. Der Begriff steht für Beteiligungsgesellschaften, die Jungfirmen Geld geben, die keinen Zugang zu Krediten oder zum Kapitalmarkt haben. Weil das nicht immer gut geht, nennt man es auf deutsch auch Risikokapital.

Im Silicon Valley beschafft sich so ein Großteil der jungen Firmen Geld. Boeings Risikokapitaltochter heißt – ebenfalls ein bisschen in Silicon-Valley-Manier – Horizon X. Und mit ihr will der Konzern in Zukunftstechnologien investieren. «Dutzende Millionen Dollar» will Boeing laut Horizon-X-Chef Steve Nordlund pro Jahr investieren, schreibt die Zeitung Seattle Times. Selbstfahrende oder -fliegende Fortbewegungsmittel, künstliche Intelligenz und neue Fertigungstechnologien interessieren den Konzern dabei besonders.

Kleiner Elektro-Hybrid-Flieger

Das Beteiligungsvehikel sitzt in Boeings Hauptsitz in Chicago und soll 30 bis 40 Angestellte beschäftigen. Die ersten zwei Investments wurden bereits bekannt gegeben – allerdings, ohne eine dazugehörige Summe zu nennen. Zum einen schießt Boeing Geld in Zunum Aero ein. Dabei tut sich der Flugzeugbauer mit dem Venture-Capital-Arm der Airline Jetblue zusammen. Zunum baut an einem kleinen Hybrid-Elektrojet.

In den Flügeln sollen sich Lithium-Ionen-Batterien befinden – ähnliche wie beim Auto Tesla. Zusätzlich soll es zwei Propeller am Heck geben. Laut Boeing befindet sich Zunums Jet noch in einer frühen Entwicklungsphase. Doch Firmenchef Ashish Kumar erklärt laut der Seattle Times, dass das erste Flugzeug schon innerhalb der nächsten zwei Jahre abheben werde. 2020 soll es marktreif sein.

Virtual Reality

Der Flieger solle eine FAA-Zertifizierung für ein Flugzeug mit der Größe von höchstens 19 Plätzen für Passagiere erhalten. In Grafiken, die das Unternehmen veröffentlicht, sind aber auch Flieger mit 50 bis 100 Plätzen zu sehen. Der 100-Sitzer sei aber bisher nur auf dem Papier vorhanden und man habe keinen Plan, ein so großes Flugzeug zu bauen, so Kumar.

Das zweite Unternehmen, in das Boeing Geld steckt, ist schon weiter als Zunum. Die Firma Upskill hat sich darauf spezialisiert, Lösungen zu entwerfen, mit denen Virtual oder Augmented Reality in der Produktion eingesetzt werden kann. Das ist bei Flugzeugbauern ein beliebtes Thema. Mit speziellen Brillen lassen sich etwa Risse oder fehlende Elemente teils deutlich schneller erkennen als mit bloßem Auge.

Auch Airbus ist dran

Nicht nur Boeing setzt auf Startup-Spirit. Airbus hat bereits im Jahr 2015 den A3 Innovation Centre im Silicon Valley ins Leben gerufen, der ebenfalls auf der Suche nach innovativen Ideen ist, welche die Luftfahrt voranbringen könnten.

Mehr zum Thema

alaska airlines

Alaska Airlines ist nun anders stolz auf Boeing

alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9

Kapitän von Unglücksflug von Alaska Airlines fühlt sich von Boeing verraten

ticker-boeing-1

Alaska-Airlines-Kapitän verklagt Boeing - Hersteller habe ihn indirekt Schuld für Vorfall mit Rumpfpaneel zuweisen wollen

Boeing 787-8

Was ist 2025 in der Luftfahrt passiert?

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
Erstmals seit Langem tauchte wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack