Entwürfe von Zunum: Hybrid-Elektroflieger.

InvestmentarmBoeing wettet auf ein Elektroflugzeug

Der amerikanische Flugzeugbauer will mit jungem Elan in die Zukunft. Dafür hat Boeing eine Investmentfirma gegründet. Die hat nun zwei erste Projekte ausgewählt.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Ein bisschen macht Boeing jetzt auf Silicon Valley. Der amerikanische Flugzeugbauer hat eine eigene Venture-Capital-Tochter gegründet. Der Begriff steht für Beteiligungsgesellschaften, die Jungfirmen Geld geben, die keinen Zugang zu Krediten oder zum Kapitalmarkt haben. Weil das nicht immer gut geht, nennt man es auf deutsch auch Risikokapital.

Im Silicon Valley beschafft sich so ein Großteil der jungen Firmen Geld. Boeings Risikokapitaltochter heißt – ebenfalls ein bisschen in Silicon-Valley-Manier – Horizon X. Und mit ihr will der Konzern in Zukunftstechnologien investieren. «Dutzende Millionen Dollar» will Boeing laut Horizon-X-Chef Steve Nordlund pro Jahr investieren, schreibt die Zeitung Seattle Times. Selbstfahrende oder -fliegende Fortbewegungsmittel, künstliche Intelligenz und neue Fertigungstechnologien interessieren den Konzern dabei besonders.

Kleiner Elektro-Hybrid-Flieger

Das Beteiligungsvehikel sitzt in Boeings Hauptsitz in Chicago und soll 30 bis 40 Angestellte beschäftigen. Die ersten zwei Investments wurden bereits bekannt gegeben – allerdings, ohne eine dazugehörige Summe zu nennen. Zum einen schießt Boeing Geld in Zunum Aero ein. Dabei tut sich der Flugzeugbauer mit dem Venture-Capital-Arm der Airline Jetblue zusammen. Zunum baut an einem kleinen Hybrid-Elektrojet.

In den Flügeln sollen sich Lithium-Ionen-Batterien befinden – ähnliche wie beim Auto Tesla. Zusätzlich soll es zwei Propeller am Heck geben. Laut Boeing befindet sich Zunums Jet noch in einer frühen Entwicklungsphase. Doch Firmenchef Ashish Kumar erklärt laut der Seattle Times, dass das erste Flugzeug schon innerhalb der nächsten zwei Jahre abheben werde. 2020 soll es marktreif sein.

Virtual Reality

Der Flieger solle eine FAA-Zertifizierung für ein Flugzeug mit der Größe von höchstens 19 Plätzen für Passagiere erhalten. In Grafiken, die das Unternehmen veröffentlicht, sind aber auch Flieger mit 50 bis 100 Plätzen zu sehen. Der 100-Sitzer sei aber bisher nur auf dem Papier vorhanden und man habe keinen Plan, ein so großes Flugzeug zu bauen, so Kumar.

Das zweite Unternehmen, in das Boeing Geld steckt, ist schon weiter als Zunum. Die Firma Upskill hat sich darauf spezialisiert, Lösungen zu entwerfen, mit denen Virtual oder Augmented Reality in der Produktion eingesetzt werden kann. Das ist bei Flugzeugbauern ein beliebtes Thema. Mit speziellen Brillen lassen sich etwa Risse oder fehlende Elemente teils deutlich schneller erkennen als mit bloßem Auge.

Auch Airbus ist dran

Nicht nur Boeing setzt auf Startup-Spirit. Airbus hat bereits im Jahr 2015 den A3 Innovation Centre im Silicon Valley ins Leben gerufen, der ebenfalls auf der Suche nach innovativen Ideen ist, welche die Luftfahrt voranbringen könnten.

Mehr zum Thema

Boeing 737 Max 8 im Hintergrund, Max 10 im Vordergrund: In der Bestellung ist es anders herum.

Boeing hat riesige 737-Max-Bestellung von Turkish Airlines jetzt sicher

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.

Warum wenige Jahre alte Airbus und Boeing-Flugzeuge schon verschrottet werden

ticker-boeing-1

Sturm lässt Teil einer Wand des Boeing-Werks in Wichita einstürzen

ticker-boeing-1

Streikrisiko sinkt: Boeing erzielt vorläufige Einigung mit 17.000 Ingenieurs- und Technik-Fachkräften

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier