Zwei Vögel, einer davon gehört Edelweiss Air: Die Fluglinie wächst rasant.

AusbauEdelweiss legt nochmals einen Zacken zu

Der Schweizer Ferienflieger hat in den letzten Jahren kräftig expandiert. Nun wagt Edelweiss Air nochmals einen markanten Ausbauschritt - mit gleich elf neuen Destinationen.

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Von solchen Wachstumskurven träumen viele Manager. Vor drei Jahren beschäftigte Edelweiss Air rund 400 Menschen. Heute sind es bereits 670 oder zwei Drittel mehr. Und kommendes Jahr sollen bereits 850 Leute für den Schweizer Ferienflieger arbeiten. «Wir planen einen der größten Ausbauschritte unserer Geschichte», erklärt Geschäftsführer Bernd Bauer.

Edelweiss Air lanciert im Sommer 2018 gleich acht neue Kurz- und Mittelstreckenziele, darunter Paphos in Zypern, Djerba in Tunesien, Dubrovnik in Kroatien oder Inverness in Schottland. «Es ist klar, dass wir dafür mehr Flugzeuge brauchen» so Bauer. Er rechnet mit einem Zusatzbedarf von 1,3 bis 1,5 Fliegern. Ob die Fluglinie die Flotte vergrößert oder sich Kapazität über Wet-Lease-Verträge einkauft, ist noch nicht entschieden. Derzeit besitzt sie sechs Airbus A320.

Zwei zusätzliche A340

Gleichzeitig baut Edelweiss das Langstreckenangebot aus. Zu den 14 bisherigen Überseezielen kommen Denver und Orlando in den USA sowie Varadero in Kuba hinzu. Möglich machen das die beiden zusätzlichen Airbus A340-300, welche die Lufthansa-Tochter im kommenden Frühjahr und Herbst von ihrer Schwester Swiss übernimmt. Die Flotte besteht dann aus sechs Langstreckenfliegern, vier A340 und zwei A330.

Sorgen, das um ein Fünftel vergrößerte Angebot absetzen zu können, macht sich Bauer nicht. Im Kurz- und Mittelstreckenbereich ist ein großer Teil der zusätzlichen Kapazität bereits über Reisebüros fest verkauft. Und bei den Langstrecken setzt er auf die Lust der Schweizer ins ferne Ausland zu verreisen. Die neue Destination San José in Costa Rica laufe beispielsweise «viel besser als erwartet» und auch Rio de Janeiro habe sich nach einem flauen Start erholt und sei inzwischen «sehr gut gebucht».

Umsatzanstieg um ein Viertel

Bauer ist denn auch sehr zuversichtlich. «Wir haben schon jetzt so viele Passagiere gebucht, wie im ganzen letzten Jahr mit uns geflogen sind» so der Edelweiss-Chef. Er erwartet denn im laufenden Jahr auch einen Anstieg des Umsatzes um ein Viertel auf 500 Millionen Franken oder umgerechnet 457 Millionen Euro. 2018 rechnet Edelweiss dann schon mit 600 Millionen Franken.

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