Triebwerk eines Airbus A320 Neo von Easyjet: Die Airline investiert in eine moderne Flotte, aber nicht mehr in Kompensation.

Neue Technologien Easyjet kompensiert nicht mehr

Als erste große Fluggesellschaft kündigte die Billigairline 2019 an, alle Flüge zu kompensieren. Damit ist es jetzt vorbei. Easyjet will das Klimaproblem anders angehen.

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Als erste - und auch einzige - große Fluggesellschaft begann Easyjet vor drei Jahren, die Flüge aller ihrer Passagierinnen und Passagiere vollständig zu kompensieren. Die Briten investieren dabei in Projekte zur Aufforstung oder Verhinderung der Abholzung in Südamerika und Afrika. Oder sie finanzieren erneuerbare Energiequellen wie Sonnen-, Wind- oder geothermische Energie oder fördern eine klimaneutrale Lebensweise in Entwicklungsländern, etwa indem in Indien ein Kohlekraftwerk durch ein Solarkraftwerk abgelöst wird.

Doch damit ist es jetzt vorbei. Wie die Fluggesellschaft am Montag (26. September) bekannt gab, läuft das Kompensationsprogramm Ende dieses Jahres aus. Dass Easyjet das ausgerechnet anlässlich der Vorstellung ihrer Klimaziele und -Initiativen  bekannt gab, klingt zunächst paradox. Doch Vorstandsvorsitzender Johan Lundgren betont, dass genau die Pläne der Airline zur CO2-Neutralität der Grund für die Entscheidung seien.

Rückgang der Emissionen um 78 Prozent bis 2050

«Wir haben immer gesagt, dass das Kompensieren eine Übergangslösung ist, bis wir belastbare Ziele vorweisen können, wie wir tatsächliche Verbesserungen erreichen», so der Chef von Easyjet. Das sei nun der Fall. Mit Investitionen in effiziente Flugzeuge, nachhaltigen Flugkraftstoff und betriebliche Verbesserungen strebt die Airline gemäß Lundgren bis 2050 einen Rückgang der Emissionen um 78 Prozent an.

Natürlich gebe es die Nachfrage nach CO2-Kompensation. Doch das, was seine Airline vorhabe, sei direkter. «Wenn Sie die Öffentlichkeit fragen würden, würden Sie hören, dass der beste Weg zur Dekarbonisierung der Industrie in der Null-Emissionstechnologie liegt, und das ist es, worauf wir jetzt unsere Aufmerksamkeit richten», so Lundgren bei einer Veranstaltung am Hauptsitz in Luton.

Nicht weniger investieren als bisher

Bei der Ankündigung der Kompensationspläne hatte Easyjet erklärt, das Ganze würde die Airline umgerechnet 26 Millionen Euro im Jahr kosten. Wie viel man letztlich für die Kompensationen gezahlt hat, verrät die Fluggesellschaft nicht. Man werde aber nicht weniger investieren als bisher, so Lundgren.

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