Triebwerk eines Airbus A320 Neo von Easyjet: Die Airline investiert in eine moderne Flotte, aber nicht mehr in Kompensation.

Neue Technologien Easyjet kompensiert nicht mehr

Als erste große Fluggesellschaft kündigte die Billigairline 2019 an, alle Flüge zu kompensieren. Damit ist es jetzt vorbei. Easyjet will das Klimaproblem anders angehen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Als erste - und auch einzige - große Fluggesellschaft begann Easyjet vor drei Jahren, die Flüge aller ihrer Passagierinnen und Passagiere vollständig zu kompensieren. Die Briten investieren dabei in Projekte zur Aufforstung oder Verhinderung der Abholzung in Südamerika und Afrika. Oder sie finanzieren erneuerbare Energiequellen wie Sonnen-, Wind- oder geothermische Energie oder fördern eine klimaneutrale Lebensweise in Entwicklungsländern, etwa indem in Indien ein Kohlekraftwerk durch ein Solarkraftwerk abgelöst wird.

Doch damit ist es jetzt vorbei. Wie die Fluggesellschaft am Montag (26. September) bekannt gab, läuft das Kompensationsprogramm Ende dieses Jahres aus. Dass Easyjet das ausgerechnet anlässlich der Vorstellung ihrer Klimaziele und -Initiativen  bekannt gab, klingt zunächst paradox. Doch Vorstandsvorsitzender Johan Lundgren betont, dass genau die Pläne der Airline zur CO2-Neutralität der Grund für die Entscheidung seien.

Rückgang der Emissionen um 78 Prozent bis 2050

«Wir haben immer gesagt, dass das Kompensieren eine Übergangslösung ist, bis wir belastbare Ziele vorweisen können, wie wir tatsächliche Verbesserungen erreichen», so der Chef von Easyjet. Das sei nun der Fall. Mit Investitionen in effiziente Flugzeuge, nachhaltigen Flugkraftstoff und betriebliche Verbesserungen strebt die Airline gemäß Lundgren bis 2050 einen Rückgang der Emissionen um 78 Prozent an.

Natürlich gebe es die Nachfrage nach CO2-Kompensation. Doch das, was seine Airline vorhabe, sei direkter. «Wenn Sie die Öffentlichkeit fragen würden, würden Sie hören, dass der beste Weg zur Dekarbonisierung der Industrie in der Null-Emissionstechnologie liegt, und das ist es, worauf wir jetzt unsere Aufmerksamkeit richten», so Lundgren bei einer Veranstaltung am Hauptsitz in Luton.

Nicht weniger investieren als bisher

Bei der Ankündigung der Kompensationspläne hatte Easyjet erklärt, das Ganze würde die Airline umgerechnet 26 Millionen Euro im Jahr kosten. Wie viel man letztlich für die Kompensationen gezahlt hat, verrät die Fluggesellschaft nicht. Man werde aber nicht weniger investieren als bisher, so Lundgren.

Mehr zum Thema

Easyjet-Passagiere fliegen jetzt CO2-neutral

Easyjet-Passagiere fliegen jetzt CO2-neutral

Flügelspitze eines Airbus A320 Neo von Lufthansa: Neuer Tarif.

Lufthansa-Airlines testen grünen Tarif

Air Charter Service bietet CO2-Kompensation an

Air Charter Service bietet CO2-Kompensation an

ticker-easyjet

EU will Regeln für Airline-Eigentümer verschärfen - Übernahmen wie die von Easyjet könnten schwieriger werden

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies