Die <strong>De Havilland Comet</strong> war das erste in Serie gebaute Strahlverkehrsflugzeug der Welt. Den Passagierbetrieb nahm sie im Jahr 1952 auf. Nur ein Jahr später begann eine Unfallserie. Gleich bei drei Abstürzen von De Havilland Comet der britischen Airline Boac stellte sich heraus, dass die Flieger in der Luft auseinandergebrochen waren. Erst nach dem dritten Unfall wurde dem Flieger die Musterzulassung entzogen.

Eine langwierige Ermittlung ergab schließlich, dass Materialermüdung zum Auseinanderbrechen der Maschinen geführt hatte und die Comet wurde umkonstruiert - so wurden etwa weichere Legierungen verarbeitet. Erst 1958 wurden wieder kommerzielle Flüge aufgenommen.

De Havilland CometAls ein neues Flugzeugmodell immer wieder abstürzte

Die De Havilland Comet galt als Wunder der Technik als sie in den Fünfzigerjahren vorgestellt wurde. Doch mit dem ultramodernen Jet gab es viele Probleme.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Kommentatoren übertrafen sich auch 1949 gegenseitig mit Superlativen. Die De Havilland Comet DH106 habe eine «anmutige und unmissverständlich frauenähnliche Erscheinung», schrieb der Reporter des Fachmagazins Flight nach dem Erstflug. Der Pilot schwärmte danach gegenüber dem Journalisten, er habe noch nie in einem leiseren Flieger gesessen und die Handhabung des Fliegers sei sehr einfach.

Fliegen ohne Vibrationen

Der britische Hersteller versprach wie Boeing nun ein ganz neues Erlebnis. Sein neues Flugzeug werde nicht nur schnell sein, sondern auch hoch fliegen und so unfreundlichem Wetter ausweichen können. Zudem würden Passagiere einen vibrationsfreien Flug erleben können - eine Neuheit im damaligen Flugverkehr.

Der erste zivile Düsenfieger der Welt sollte aber nicht nur den Reisenden gefallen, sondern auch den Betreibern. Dank völlig neuen und leichteren Legierungen und der Verwendung von Plastikteilen im Rumpf und neuer Verbindungstechnik sollten die Treibstoffkosten tief bleiben.

Unfälle über Unfälle mit der Comet

Doch es kam anders. Schon zwei Jahre nach der Inbetriebnahme der ersten Comet DH106 durch die Boac British Overseas Airways Corporation 1952 kam es zu zwei Unfällen, einer davon mit Todesopfern. Als Ursache wurden Pilotenfehler angenommen. Auch ein drittes Unglück öffnete den Behörden nicht wirklich die Augen. 1953 stürzte eine Comet von Boac nach dem Start in Kolkata in den Indischen Ozean. Augenzeugen berichteten, die Maschine habe gebrannt und keine Tragflächen mehr gehabt. 43 Menschen starben. Die Behörden glaubten aber, der Pilot habe die Maschine in stürmischem Wetter überbelastet.

1954 aber kam es gleich zu zwei Katastrophen. Boac Flug 781 stürzte bei der Mittelmeerinsel Elba ab, South African Airways Flug 201 bei Neapel. Bei ihren Untersuchungen bemerkten die Experten nun Konstruktionsfehler und als Folge massive Materialermüdung. Alle Comets wurden in der Folge gegroundet und aus dem Verkehr gezogen.

Immense Fortschritte

De Havilland lancierte aufgrund der Erkenntnisse ein verbessertes Nachfolgemodell, die Comet 2. Doch niemand wollte sie kaufen. Erst die vergrößerte und nochmals verbesserten Comet 3 und 4 wurden wieder zum kommerziellen Erfolg. Ab 1958 wurden damit dann wieder Passagierflüge aufgenommen. 1981 flogen die allerletzten Reisenden mit einer Comet.

Auch wenn es gewisse Parallelen zum Dreamliner gibt - die Unterschiede sind dennoch frappant. Heute reagieren die Behörden bei den kleinsten Zweifeln umgehend und weltweit, um Unfälle zu verhindern. Zudem wurde die Zulassung von neuen Typen seit den Fünfzigerjahren viel strenger.

Mehr zum Thema

Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023

Boeing mustert letzten Dreamliner-Testflieger aus

Boeing 787: Norse Atlantic Airways setzt ganz auf den Dreamliner.

In Hunderten Boeing 787 müssen Waschbecken umgebaut werden - um Schäden zu vermeiden

Bildschirmfoto 2026-02-02 um 163343

Boeing 787 von Air India außer Betrieb genommen - Probleme mit dem Treibstoffschalter

Dreamliner -VT-ANB vor der Auslieferung 2014: Das Flugzeug hatte immer wieder Probleme.

Verunglückte Boeing 787 von Air India machte seit Jahren Probleme

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack