Flugzeugmodelle von Etihad, Ausriss aus dem Dokument: Hoher Kredit vom Staat.

Staat unterstützt Etihad massiv

Ein neu aufgetauchtes Dokument zeigt: Etihad wird vom Staat mit Milliarden unterstützt. Lufthansa fordert von der EU bereits Taten.

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Bislang war es eher ein Indizienprozess ohne konkrete Beweise. Nun aber machte die Wirtschaftszeitung Australian Financial Review erstmals Dokumente öffentlich, die zeigen, dass Etihad Airways eben doch massiv vom Staat unterstützt wird. Die Golfairline bekam vom Herrscherhaus des Emirates Abu Dhabi einen Aktionärskredit über drei Milliarden Dollar, der vor allem zum Flottenaufbau verwendet werden soll.

Es ist nicht einfach ein Darlehen, das Etihad erhielt. Die Fluggesellschaft muss gemäß den Dokumenten keine Zinsen auf dem nachrangigen Kredit bezahlen. Alleine dadurch spart sie pro Jahr Dutzende Millionen. Auch Rückzahlungen muss Etihad keine leisten - bis 2027. Die nun veröffentlichten Papiere stammen von 2011 und wurden für potenzielle neue Investoren verfasst.

Lufthansa fordert Schutz vor unfairer Konkurrenz

Etihad wehrt sich in einer Stellungnahme gegen die Interpretation, sie erhalte Subventionen. Die Airline bestätigte aber, dass der Staat Kapital und einen Kredit bereitgestellt habe. Das reicht der Konkurrenz nicht. Die Lufthansa forderte nun die EU erneut auf, zu handeln. «Es ist zentral, dass die EU-Kommission und die Behörden in den Mitgliedsstaaten ihre privaten Fluglinien und Drehkreuze vor unfairer Konkurrenz durch staatliche Anbieter schützen», sagte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Für einige Airlines in Europa wird es nun brenzlig. Denn falls Etihad wirklich offiziell gegen Rechte verstösst, könnte das Engagement unter anderem Bei Air Berlin oder der erst kürzlich gestarteten Etihad Regional gefährdet sein. Beide sollen für Etihad als eine Art Zubringer Passagiere ans Drehkreuz Abu Dhabi bringen.

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Redaktion