Das Terminal A von vorne.

Zayed International AirportMit dem neuen Flughafen will Abu Dhabis Luftfahrt wieder wachsen

Lange Zeit war nicht sicher, ob er noch fertiggestellt würde. Jetzt ist der neue Flughafen von Abu Dhabi in Betrieb. Er besticht mit atemberaubender Architektur und wächst längst nicht nur mit Heimatairline Etihad Airways.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Um «Autobahn» von Kraftwerk zu hören, reicht die Zeit nicht. Denn der Hit der deutschen Kultband ist 22 Minuten lang. Auch um «Don't Come Around Here No More» von Tom Petty and the Heartbreakers zu genießen, hat man nicht ausreichend Zeit. Der Song dauert fast 14 Minuten. Denn der Zayed International Airport verspricht, dass man vom Aussteigen aus dem Bus oder Taxi nur zwölf Minuten bis zum Gate braucht. Möglich macht das neueste Technologie.

Wer mit Heimatairline Etihad Airways abfliegt, kann beim Web-Check-in zu Hause ein Selfie von sich machen. Wenn er danach an einen der zahlreichen Self-Check-in-Automaten tritt, durch die Grenzkontrolle schreitet und am Gate einsteigt, wird er vom System über seine Netzhaut erkannt. Das beschleunigt den gesamten Ablauf. Das Bild werde nach dem Flug wieder gelöscht, versichern die Betreiber des neuen Flughafens von Abu Dhabi. Für Reisende in der Business und First Class gibt es dagegen vollständig abgetrennte Check-in-Bereiche mit persönlichem Service, die auch eine eigene Zufahrt haben.

Gebäude von weit her sichtbar

Der Zayed International Airport ist das neue Vorzeigeprojekt von Abu Dhabi. Im vergangenen November wurde er mit zwei parallelen Start- und Landebahnen von 4100 Metern Länge und 60 Meter Breite eröffnet. Das amerikanische Architekturbüro KPF Kohn Pedersen Fox entwarf das zentrale Terminal A, das die alten Terminal 1 , 2 und 3 ersetzte.

Es ließ sich dabei von den wellenförmigen Sanddünen der Wüste inspirieren, was man bereits von Weitem her am geschwungenen Dach erkennt. Es setzten das 742.000 Quadratmeter große Terminal auf eine kleine Erhöhung. Das sorge vor allem in der Nacht «für eine markante Präsenz am Horizont», schreiben sie.

Ein Terminal in X-Form

Die weitgehend stützenfreie Abflughalle wirkt dank einer Höhe von 50 Metern überaus großzügig. Die geschwungenen, vom Dach abgesetzten Balken sorgen für Luftigkeit. Und schon vom Check-in sehen Reisende Licht vom Vorfeld hereinströmen, was die Orientierung erleichtert. Es ist eine atemberaubende Architektur.

Blick in die Abflughalle des Terminal A des neuen Flughafens von Abu Dhabi. Bild: aeroTELEGRAPH

Bei der Form setzten sie auf ein X. Das sorgt für kurze Wege. In der Mitte befinden sich an einer Art Marktplatz Restaurants, Läden und ein Wellness-Center von dort aus gehen vier Flugsteige ab. Insgesamt kann der Zayed International Airport von Abu Dhabi 11.000 Passagiere pro Stunde abfertigen.

Zwischenzeitlich unsicheres Projekt

Dabei war seine Geburt keine einfache. Denn als das früher Midfield Terminal genannte neue Zentralterminal von der Regierung von Abu Dhabi geplant wurde, setzte Heimatairline Etihad noch auf eine wilde Akquisitionsstrategie, um schnell zu wachsen. Das brachte zwar letztendlich viele Probleme, zuerst aber deutlich mehr Passagiere. Dafür musste auch ein größerer Flughafen her.

Doch die einst für 2017 geplante Eröffnung wurde immer wieder verschoben. Die Kosten stiegen ebenfalls höher und höher. Und zwischenzeitlich sah es so aus, als ob der Bau nie mehr würde vollendet werden. Doch inzwischen ist Etihad wieder gesund und auf Wachstumskurs. Dabei hilft auch der neue Flughafen - er steht den auch für eine Aufbruchstimmung.

Nicht nur für Etihad

Doch der Zayed International Airport ist nicht nur für Etihad da. Auf die Heimatairline entfallen wie bei vielen Airports weltweit rund 60 Prozent aller Passagiere. Rund 30 weitere Fluggesellschaften steuern Abu Dhabi an, darunter als besonders bedeutende Air Arabia, Wizz Air Abu Dhabi oder Indigo, aber auch Air France, Air India oder British Airways.

Vergangenes Jahr wurden in Abu Dhabi insgesamt 22 Millionen Passagiere abgefertigt. Der neue Flughafen einer Kapazität von 45 Millionen Passagieren. Wenn das Wachstum anhält, kann er aber erweitert werden. Bereits denken die Verantwortlichen über ein Satellitengebäude nach, das mit Terminal A über eine Bahn verbunden wird.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Bilder des neuen Zayed International Airport. Ein Klick aufs Foto öffnet die Galerie im Großformat.

Mehr zum Thema

Airbus A320 von Etihad: Die Fluglinie will die Flotte wieder vergrößern.

Etihad ändert Strategie und will Flotte verdoppeln

Airbus A321 Neo von Wizz Air Abu Dhabi: Verlassen die Flotte.

Wizz Air stellt Abu-Dhabi-Tochter auf alte Airbus A321 um

Etihad-Check-in im neuen Terminal A des Flughafens Abu Dhabi: Die Airline ...

Wie die Airlines ins neue Terminal A in Abu Dhabi umziehen

Airbus A321 LR von Etihad Airways: Die Golfairline ist zufreiden mit dem neuen Modell.

Etihad Airways erreicht wieder Auslastung von 92 Prozent

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier