Flieger mit Hoffmann-Propeller: schwierige Marktsituation.

Hoffmann PropellerDeutscher Hersteller von Flugzeug-Propellern ist insolvent

Aus für die Rosenheim-Props? Hoffmann Propeller stellte in Oberbayern raffinierte Propeller für historische und Kleinflugzeuge her. Doch nun musste das Unternehmen Insolvenz anmelden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Die Geschichte begann zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Ludwig Hoffmann und Richard Wurm gründeten damals im bayerischen Rosenheim gemeinsam eine Firma. Mit sechs Mitarbeitern stellten sie fortan Propeller für Motorsegler her.

Das Geschäft lief schnell gut und so expandierten sie in die Überholung und Wartung von Propellern aus den USA. Später erweiterten sie das Angebot um Propeller für Luftkissenboote und Fanblätter für Autotest-Windkanäle. Die Produkte aus deutscher Produktion waren bald weltweit gefragt.

Propeller für historische und Kleinflugzeuge

Einen Namen machte sich Hoffmann Propeller insbesondere mit ihren Propellern für historische Flugzeuge. Ob Junkers Ju-52, Supermarine Spitfire  oder Messerschmitt M 17 - die 63 Mitarbeitende konnten für die alten Flieger neue Propeller herstellen, um sie flugtauglich zu halten.

Aber auch für die Allgemeine Luftfahrt entwickelten und bauten die Fachleute von Hoffmann Propeller zwei- bis fünfblättrige Propeller. Sie zeichneten sich durch «Sicherheit, Leistung und Wirtschaftlichkeit» aus, so das Unternehmen. Es setzte dabei speziell auf eine Holz-Composite-Bauweise. Während die Nabe und die Haube aus Aluminum gefertigt werden, bestehen die Blätter im Fußbereich aus hochverdichtetem Kunstharzpressholz und weiter außen aus leichtem Fichtenholz.

Insolvenz beantragt, doch Arbeit läuft weiter

Doch nun musste Hoffmann Propeller Insolvenz anmelden, wie zuerst das Magazin Aerokurier berichtete. «Leider haben die wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre, verschärft durch die Auswirkungen der globalen Pandemie, unsere finanziellen Ressourcen stark belastet», zitiert das Oberbayerische Volksblatt aus dem Antrag. Man habe zwar zahlreiche Sanierungsmaßnahmen getroffen. Dennoch sei es nicht mehr gelungen, die «finanzielle Stabilität wiederherzustellen».

Wie es bei Hoffmann Propeller nun weitergeht, ist unklar. Die Angestellten arbeiten vorerst weiter. Die Löhne sind bis September gesichert. Aber der Insolvenzverwalter muss jetzt zuerst prüfen, ob das Unternehmen überhaupt noch eine Chance hat und ob es allenfalls Investoren gibt, die es übernehmen möchten. Gibt es also ein Happy End oder Tränen bei den Rosenheim-Props?

Mehr zum Thema

Die beiden Deutschen in der Rettungsinsel - neben ihnen treibt Eis im Atlantik.

Deutsche Privatpiloten müssen im Meer vor Grönland notwassern

Die beschädigteBAE Jetstream 41 von Airlink: Am Propeller ist infolge eines Vogelschlages das obere Blatt abgebrochen.

Vogel trennt bei Kollision Propellerblatt ab

Platz 10: Pipistrel Alpha Trainer: 44 Exemplare.

Das sind die beliebtesten Kolbenflugzeuge

Video

Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Mann auf dem Vorfeld in Paris: Mitarbeitende des Airports konnten ihn stoppen.
Ein Mann ist am Flughafen Paris-Charles de Gaulle offenbar durch die Sicherheitsbarrieren gelangt und bis aufs Vorfeld vorgedrungen. Flughafenmitarbeiter verfolgten ihn mit einem Dienstfahrzeug und konnten ihn stoppen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin