Alle Boeing-Modelle der moderneren Geschichte (Screenshot aus einer Boeing-Präsentation): Rechts ist die potenzielle 797 zu sehen.

Le BourgetSo arbeitet Boeing auf die 797 hin

Wird Boeing eine 797 bauen? Das will der Flugzeughersteller noch nicht sagen. Er deckt aber weitere und schon recht konkrete Details zum Flugzeug auf.

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Anfang Mai kündigte Konzernchef Dennis Muilenburg an, dass sich Boeing gleich zwei neue Modelle zutraut. Das erste stellte Boeing nun bei der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris gleich am ersten Tag vor: die 737 Max 10. Und das zweite? In der Branche wird es 797 genannt. Es soll die Nische füllen, welche die 757 hinterlässt - zwischen der größten 737 und dem kleinsten Dreamliner.

Ob es wirklich eine Boeing 797 geben wird, dazu mit diesem Namen, will Mike Delaney noch nicht verraten. Allerdings zeigte der Manager, als Vizepräsident für die Flugzeugentwicklung zuständig, am zweiten Tag der Paris Air Show einige weitere Details zu einem neuen sogenannten Middle-of-the-Market-Flugzeug. Sie basieren auf dem Stand einer grundlegenden «Konfigurationsstudie».

Nachfrage von 4000 Stück?

Delaney sprach von einem Hybrid, der die Wirtschaftlichkeit eines Fliegers mit einem Gang und den Komfort einer Maschine mit zwei Gängen biete. Den Weg dahin sollen mehrere Faktoren ebnen, etwa der «ausgiebige Gebrauch von Verbundwerkstoffen», ein «super effizienter Antrieb», fortschrittliche Tragflächentechnologie und entsprechende Produktionssysteme. Viele Teile sollen zudem auf Elementen der Boeing 787 und 777 aufbauen.

Auf einer Grafik, die Delaney zeigte, war zu sehen, dass Boeing den Markt schon analysiert hat und nun vor dem Abschluss der Produktentwicklung steht. Danach folgen potenziell die Flugzeug- und Service-Entwicklung und das Produktionssystem. Der Vizepräsident sagte, Boeing baue am Computer bereits wichtige Elemente des Flugzeuges. Die erste Auslieferung ist demnach für 2025 geplant.

Airbus gräbt das Wasser ab

Auf der anderen Seite sei es eigentlich nicht üblich, sich in einem so frühen Stadium zu äußern, so Delaney. Und am Ende werde «Kevin entscheiden», ob der Flieger Realität werde oder nicht. Gemeint war Kevin McAllister, Chef der Verkehrsflugzeugsparte bei Boeing. Eines ist aber klar: Der amerikanische Flugzeugbauer scheint sehr gewillt zu sein, die 797 auch zu bauen. Denn Airbus gräbt ihm mit dem A321 Neo LR das Wasser ab.

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