Falcon 5X bei einem Test: Die Entwicklung wird eingestellt.

Ende für neuen JetDassault gibt Falcon 5X wieder auf

Die Falcon 5X sollte das Flaggschiff von Dassault werden. Doch wegen immer neuer Probleme mit dem Triebwerk wird die Entwicklung eingestellt. Dennoch soll 2022 ein neuer Businessjet eingeführt werden.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, wird sich der französische Flugzeughersteller Dassault bei der Einstellung des Falcon-5X-Programms gedacht haben. Der 2006 lancierte Businessjet hätte eigentlich bereits 2015 zertifiziert werden sollen.

Doch immer neue Verzögerungen beim Triebwerkshersteller Safran verlangsamten die Entwicklung. Zuletzt war wegen Problemen mit dem Hochdruckkompressor sogar die Markteinführung im Jahr 2020 außer Reichweite geraten.

Bestellungen storniert

Dassaults Kunden wurden zunehmend ungeduldig. Bereits 2016 seien 12 Bestellungen wegen der Verschiebungen storniert worden, schreiben die Franzosen in einer Medienmitteilung. Dennoch kommt das Ende des Programms zu einem unerwarteten Zeitpunkt.

Im Juli absolvierte die Falcon 5X ihren Erstflug. Bezüglich Flugverhalten habe die Testmaschine alle Erwartungen erfüllt, so Dassault. Allerdings wurde dabei erst eine vorläufige Version des Silvercrest-Triebwerks von Safran eingesetzt.

Safran soll zahlen

Angesichts der technischen und planerischen Risiken des Silvercrest-Programms habe man sich nun zur Einstellung der Entwicklung der Falcon 5X entschieden, schreibt Dassault. Stattdessen werde nun mit Safran über die Modalitäten der Abwicklung verhandelt.

Dabei geht es auch um viel Geld. Schon länger ist bekannt, dass Dassault vom Motorenhersteller eine Entschädigung verlangt. Die genaue Höhe der Forderung hat der Flugzeugbauer nicht kommuniziert.

Neuer Jet 2022

Ganz umsonst sollen die bisherigen Arbeiten an der Falcon 5X indes nicht sein. Gleichzeitig mit dem Ende des Programms kündete Dassault-Chef Eric Trappier die Entwicklung eines neuen Businessjets der Falcon-Reihe bis 2022 an. Dieses Mal sollen Triebwerke des Herstellers Pratt & Whitney Canada zum Zuge kommen.

«Am Markt besteht weiter eine starke Nachfrage nach einem neuen Langstreckenjet mit einer sehr großen Kabine», so Trappier. Doch die Konkurrenz in Nordamerika arbeitet an ähnlichen Projekten. Dassaults Verschiebung auf 2022 bringt nun Gulfstream und Bombardier mit ihren Businessjets G500 und G600 beziehungsweise Global 7000 und Global 8000 in eine sehr gute Ausgangslage in diesem Marktsegment.

Mehr zum Thema

Erstflug der Falcon 5X: Der endgültige Antrieb ist noch nicht bereit.

Falcon 5X fliegt - bleibt aber flügellahm

1800 Flugstunden hatten fünf Testmaschinen bis Mitte April 2018 schon absolviert.

Bombardiers 73-Millionen-Businessjet fliegt

Dassaults neuster Businessjet: Mit der Falcon 10X hat der Flugzeugbauer ein neues Flaggschiff.

Erster Prototyp der Dassault Falcon 10X gesichtet

Falcon 7X der belgischen Luftwaffe: Ein Het sorgte jetzt für Probleme.

Belgien muss seine zwei Regierungsflieger abgeben

Video

alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack