Beladung eines Frachters von Turkish Cargo mit Impfstoff: Gigantische logistische Herausforderung für die Branche.

Erholung der LuftfahrtindustrieCorona-Impfung ist Hoffnung und Herausforderung

Die Luftfahrtbranche hofft auf eine Erholung, die kommendes Jahr beginnt. Dabei hängt alles von einer Impfung gegen Covid-19 ab.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Botschaft des Weltluftfahrtverbands Iata ist eindeutig. Die nachhaltige Erholung der Luftfahrtbranche hängt von zwei Faktoren ab. Vom Ersatz der  Quarantäneregelungen durch umfassende Testprogramme, und von der Wirksamkeit und dem Einsatz eines Impfstoffs gegen das Coronavirus. Auf diesen Annahmen basieren auch die Prognosen der Iata, wie sich der Flugverkehr 2021 entwickeln wird.

Demnach soll es insgesamt 2,8 Milliarden Passagiere geben, eine Milliarde mehr als momentan, aber immer noch 1,7 Milliarden weniger als 2019. Die daraus resultierenden Verluste schätzt der Airline-Dachverband aktuell auf beinahe 120 Milliarden Dollar, im kommenden Jahr sollen es immer noch 39 Milliarden sein. Lediglich die Fracht entwickelt sich positiv, Umsatz und Gewinn steigen.

8000 Frachter voller Impfdosen

Auch für die Verteilung der Impfung wird der Frachtverkehr essenziell sein. «Es ist die größte logistische Übung überhaupt», sagte dazu Lufthansa-Chef Carsten Spohr bei der Abschluss-Pressekonferenz des Iata-Jahrestreffens. Zur Veranschaulichung nannte er eine Zahl, welche die Lobbyorganisation dieser Tage veröffentlichte: Sollte man Impfdosen für alle Menschen auf dem Planeten befördern, wären dazu 8000 Fracht-Jumbos nötig.

Lufthansa Cargo bereite sich seit Wochen auf die Aufgabe vor. Es sei eine große Herausforderung, auch weil verschiedene Impfungen verschiedene Kühlsysteme erfordern. «Aber wir sind bereit», so Spohr.

66 Dollar Verlust pro Passagier

Fluglinien machen derzeit im Schnitt mit jedem beförderten Passagier 66 Dollar Verlust, die Flugzeuge waren nur zu 65 Prozent ausgelastet. Strenge und umfangreiche Kostensenkungsprogramme gepaart mit steigender Nachfrage lassen für 2021 Hoffnung aufkommen, sagt Iata-Chefökonom Brian Pearce. Dadurch könnte die Luftfahrtindustrie im vierten Quartal wieder Cash-positiv sein, also kein Geld mehr verbrennen.

Voraussetzung dafür sind aber offene Grenzen und das Ende der vielen Quarantänebestimmungen, so die Iata. Sei es durch umfangreiche Testprogramme oder durch eine Impfung. «Wir bemerken, dass wir von den Regierungen zunehmend gehört und verstanden werden», sagt Iata-Generaldirektor Alexandre de Juniac. Er verweist dabei auf die Testprogramme in Frankreich, Deutschland, Italien, Großbritannien, den USA und Singapur.

Erst 2024 wieder auf dem Vorkrisenniveau

Frühestens 2024, so die Iata, werde die Luftfahrtindustrie das Niveau von 2019 wieder erreichen. Weil es krisenbedingt deutlich weniger Direktverbindungen gibt, werden Drehkreuze und ihre Umsteigemöglichkeiten an Bedeutung gewinnen, schätzt Ökonom Pierce. Netzwerk-Fluglinien sollten davon profitieren. Pierce erwartet auch eine Konsolidierung des Marktes, da vielen Fluglinien das Geld ausgehen und sie insolvent werden würden.

Mehr zum Thema

<p tabindex="-1">2019: Boeing 787-9 (VH-ZND)  Emily Kame Kingwarreye –</p>

An Bord kommt man nur mit Covid-19-Impfung

Impfung: Die große Hoffnung der Branche.

Aussicht auf Impfstoff gibt Luftfahrtbranche Hoffnung

Vor Ort befinden sich Boeing 747 von British Airways, Airbus A340 von Lufthansa oder auch Fracht-Jumbo-Jets.

Corona-Impfstoff wird 8000 Jumbo-Jets füllen

lufthans boeing 787 9 d abpf

Lufthansa will bald weitere Langstreckenjets bestellen

Video

la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack