Impfung: Die große Hoffnung der Branche.

Studie von Biontech und PfizerAussicht auf Impfstoff gibt Luftfahrtbranche Hoffnung

Zwei Pharmaunternehmen machen einen großen Schritt nach vorn bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes. Airline-Aktien reagieren positiv, ebenso der Chef von Austrian Airlines.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

Ein richtiggehendes Kursfeuerwerk hat am Montag die Aktien vieler Airlines und touristischer Unternehmen in die Höhe katapultiert. Das Papier der Lufthansa lag zeitweise über 25 Prozent im Plus, das von IAG gar mehr als 35 Prozent. Der Grund dafür liegt hauptsächlich in einer Bekanntmachung der beiden Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer, die aktuell eine Phase-3-Studie zu ihrem Corona-Impfstoff durchführen.

Diese nährt tatsächlich die Hoffnung, die Covid-19-Pandemie endlich an der Wurzel zu packen. Der Impfstoffkandidat namens BNT162b erwies sich nämlich laut Unternehmensangaben in der ersten Zwischenanalyse zu mehr als 90 Prozent wirksam im Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung bei Probanden ohne nachweisliche vorangegangene Sars-Cov-2-Infektion. Auch nicht unwichtig: Bei den mehr als 43.000 Probanden hätten sich «keine schwerwiegenden Nebenwirkungen» gefunden.

47 Impfstoffkandidaten

Wenn alles glatt weiterläuft, könnte es nun Schlag auf Schlag gehen: Bereits in der dritten November-Woche erwarten die beiden Unternehmen, den Antrag für die Notfallszulassung bei der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA einzureichen. Noch in diesem Jahr möchte man 50 Millionen Impfstoffdosen herstellen – nächstes Jahr sollen es 1,3 Milliarden sein. Und Biontech/Pfizer sind bei weitem nicht die einzigen Unternehmen, die an einem Impfstoff arbeiten. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind derzeit 47 Kandidaten in der klinischen Prüfung, zehn davon bereits in Phase 3.

Gerade für die Luftfahrt- und Reisebranche bieten diese Neuigkeiten Grund zur Freude: Nach den Shutdowns ab April, der leichten Erholung im Sommer und dem nunmehrigen erneuten Quasi-Zusammenbruch des Flugverkehrs in Europa und anderen Regionen sind die Perspektiven für die Branche düster. Zwar möchte man sich mit Antigentests und dergleichen helfen – doch inmitten der Gemengelage zwischen erneuten Lockdowns, mühsamen Quarantäneregeln, Wirtschaftskrise und Reisebeschränkungen können diese nur einen Zwischenschritt bedeuten.

Noch ein langer Weg

So erklärt Austrian-Airlines-Chef Alexis von Hoensbroech gegenüber aeroTELEGRAPH: «Seit langer Zeit ist die heutige Erfolgsmeldung von Biontech zum Impfstoff-Test ein erstes positives Signal – nicht nur für unsere Industrie.» Von der Zulassung eines Impfstoffes bis zur flächendeckenden Akzeptanz und Verfügbarkeit sei es jedoch noch ein langer Weg, so der Manager. «Genau deshalb werden wir als Airline weiterhin an unserem Schnelltest-Projekt arbeiten. Damit wollen wir Reisefreiheit und Gesundheitsschutz vereinen, bis eine umfassende Impflösung etabliert wurde.»

Dass es gerade für die Airline-Landschaft tatsächlich dringend eines Hoffnungsschimmers bedarf, zeigen die aktuellen Zahlen des Airline-Dachverbandes Iata: Mehr als 84 Milliarden US-Dollar (71 Milliarden Euro) Miese werden in diesem Jahr weltweit bei den Fluglinien erwartet. Die Nachfrage ist 2020 bisher um rund zwei Drittel gesunken, an Umsatzeinbußen erwartet man sich im Jahr 2020 dadurch 419 Milliarden Dollar (355 Milliarden Euro).

Mehr zum Thema

Vor Ort befinden sich Boeing 747 von British Airways, Airbus A340 von Lufthansa oder auch Fracht-Jumbo-Jets.

Corona-Impfstoff wird 8000 Jumbo-Jets füllen

Schalter am Flughafen Wien: Die Bordkarte wird nur mit negativem test freigeschaltet.

«Unser Ziel ist ein flächendeckender Einsatz»

The virus that causes Covid-19: More deaths than Sars.

Was können Schnelltests? Wie funktionieren sie?

ticker-austrian

Austrian Airlines lässt zehn Airbus A320 in England neu lackieren

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack