Der Superjumbo war am 23. Januar ins irische Shannon geflogen und hatte dort seine neue Lackierung erhalten. 34 Tage lang arbeiteten laut Lufthansa im Durchschnitt 35 Leute pro Tag an dem riesigen Flugzeug und lackierten dabei mehr als 4000 Quadratmeter Fläche.
Eingelagert in Frankfurt und Teruel, gewartet in Manila
Der A380 im Jubiläumsdesign ist die D-AIMH. Sie wurde im Juli 2011 an Lufthansa ausgeliefert und war damit der achte von später insgesamt 14 Airbus A380, die Lufthansa erhielt. Von den acht Superjumbos, die aktuell noch zur Flotte gehören, ist die D-AIMH mit ihren 15 Jahren das viertälteste Flugzeug, nur die D-AIMA, -AIMB und -AIMC sind älter.
Das Flugzeug trug einst den Taufnamen New York. Mit diesem auf dem Rumpf wurde der A380 in der Corona-Pandemie eingelagert. Von Mai 2020 bis September 2021 in Frankfurt, anschließend bis November 2023 im spanischen Teruel. Doch das war nicht sein Ende.
Airbus A380 D-AIMH heißt nicht mehr New York
Im Juli 2024 kehrte der Vierstrahler, der die Seriennummer 070 trägt, in den Betrieb zurück - nun ohne den Namen New York, der seitdem frei ist für die Benennung eines neuen Jets.
Die D-AIMH nach der Lackierung in Shannon. Adrian Kissane
Russischer Airbus A320 kam dem A380 einst zu nahe
Die D-AIMH hat in ihrer 15-jährigen Karriere eine fast weiße Weste. Das auf Zwischenfälle spezialisierte Portal Aviation Herald weist für sie nur einen einzigen Zwischenfall aus.
Im Dezember 2011 kam ein am Flughafen Frankfurt gestarteter Airbus A320 von Aeroflot der D-AIMH zu nahe, die zuvor die Landung abgebrochen hatte. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung schrieb in ihrem Untersuchungsbericht: «Die größte Annäherung der beiden Flugzeuge betrug laut Radardaten 0,97 nautische Meilen (NM) horizontal bzw. ca. 200 ft vertikal.» 0,97 nautische Meilen entsprechen 1796 Metern, 200 Fuß entsprechen 61 Metern. «Die Staffelungsmindestwerte betrugen 7 NM horizontal bzw. 1000 ft vertikal.»
Jubiläumsdesign für insgesamt sieben Lufthansa-Jets
In der neuen Lackierung wird der A380 den Liniendienst wieder ab März aufnehmen. Er ist das vierte Flugzeug in diesem Design nach einer Boeing 787-9, einem Airbus A320 Neo und einem A350-900. «Am morgigen Freitag wird noch ein Airbus A320 Neo mit XXL-Kranich in München erwartet», kündigt Lufthansa an. In den nächsten Wochen werden eine Boeing 747-8 und ein A350-1000 folgen. Insgesamt sind es dann sieben Jets. «Die Flugzeuge erhalten das Sonderdesign entweder im Rahmen einer turnusgemäßen Erneuerung der Lackierung oder, im Falle von Neuauslieferungen, als Erstlackierung ab Werk», so Lufthansa.
Der große Kranich landet am Flughafen München. Lufthansa
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