Empörte Passagiere im Problem-Flieger.

Passagiere müssen Kerosin zahlen

Absurder geht es fast nicht. Damit das Flugzeug weiterfliegen konnte, mussten Passagiere von Comtel Air in die eigene Tasche greifen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

«Bitte bleiben Sie auf ihren Sitzen, solange das Flugzeug noch in Bewegung ist.» Diese Aussage kennt jeder, der schon einmal geflogen ist. Beim Zwischenstopp eines Fluges der österreichischen Fluggesellschaft Comtel Air von Amritsar nach Birmingham ging es danach aber so weiter, wie man es sich eigentlich höchstens im Film vorstellen kann. «Wir brauchen etwas Geld, um den Treibstoff zu zahlen, um alles zu bezahlen, was wir brauchen» so die Flugbegleiterin nach der Landung am Wiener Flughafen weiter.

Der Flieger hatte in der österreichischen Hauptstadt eine eingeplante Zwischenlandung gemacht und sollte nach dem Tanken weiter nach England fliegen. Doch der Airline war das Geld ausgegangen. Und ohne Geld kein Benzin, ohne Benzin keine Weiterreise. Die Passagiere wurden zunächst aufgefordert, die Maschine zu verlassen. Als diese sich weigerten, kam die absurde Forderung über die Lautsprecher: «Wenn sie nach Birmingham wollen, müssen sie zahlen. Wir können nichts anderes tun.»

150 Euro pro Person

Rund 24'000 Euro fehlten, um die Maschine aufzutanken. Um diese zusammenzukratzen, sollten die Passagiere jeder ihren Anteil von rund 150 Euro zahlen. Wer kein Geld hatte, sollte aussteigen und welches abheben, berichtet eine Passagierin dem englischen Nachrichtensender Channel 4. Nur Kinder unter zwei Jahren hätten «umsonst» die Reise fortsetzen dürfen. Etwa 150 Euro pro Person mussten die Reisenden hinblättern - um dann statt am Samstag- am Dienstagabend in Birmingham anzukommen.

Der Flug war nicht der einzige aus Amritsar, der der Airline Probleme bereitet. Wie die Zeitung Der Standard berichtet, kämpft man schon länger mit Schulden, die mit der Strecke verbunden sind. Die Folge: Verspätungen, Flugausfälle, gestrandete Passagiere. Der Airline drohe nun der Konkurs. Gemäß dem österreichischen Radio Ö1 prüft das österreichische Verkehrsministerium nun ihre Bonität. 700'000 Euro Schulden sind aus dem Amritsar-Desaster entstanden. Die Airline widerspricht den Spekulationen um ihre prekäre Finanzlage aber. Der Flug ist ein Charterflug, der von einem britischen Reiseveranstalter organisiert wird. Dieser habe die Geldprobleme und somit auch die Schuld an dem unangenehmen Zwischenfall. An die 800'000 Euro soll Astonbury Limited Comtel Air aber noch schulden.

Mehr zum Thema

ticker-fuel-kerosin-saf-treibstoff-2

Studie: Hoher Preis hält selbst klimabewusste Unternehmen von Wahl von nachhaltigem Flugtreibstoff ab

seattle delta alaska

Pipeline-Leck mit unbekannter Ursache stellt Airlines in Seattle vor Herausforderungen

Boeing 737: Das Flugzeug wird von Insektenresten befreit.

Warum Insekten Flugzeuge im Sommer ausbremsen

flughafen budapest

Flughafen Budapest: Treibstoff am besten selber mitbringen

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack