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Eine Piste für den Comac C919

Am Flughafen Shanghai Pudong werden neue Startbahnen gebaut. Eine wird zunächst für den neuen Jet aus China reserviert.

Comac

Comacs C919: Wird in Shanghai getestet.

Am Flughafen Pudong International in Schanghai sind derzeit Hunderte von Arbeitern emsig daran, zwei neue Startbahnen zu verlegen. Bagger karren Erdmaterial heran, um eine der Pisten im Meer anlegen zu können. Die Pisten vier und fünf sind Teil eines ambitiösen Erweiterungsprojekts. Zu ihm gehören auch ein neues Terminal-Verbindungsgebäude, das größer ist als die beiden bestehenden Passagierhallen. Zudem werden auch neue Frachtgebäude errichtet. Schon im Jahr 2015 wollen die Behörden den neuen Flughafen Pudong eröffnen. Dann soll er 80 Millionen Reisende pro Jahr aufnehmen können, ein Drittel mehr als heute.

Die Startbahn Nummer fünf wird indes schon früher eingeweiht. Denn bereits im Jahr 2014 plant die chinesische Flugzeugbauerin Herstellerin Commercial Aircraft Corporation of China oder kurz Comac die ersten Probeflüge mit ihrem neu entwickelten C919. Sie sollen auf der neuen Piste am Flughafen Pudong durchgeführt werden, wie Shen Xiaosu, Vizedirektor der Shanghai Urban Construction and Communications Commission, am Montag (28. September) sagte. Die Bauarbeiten an den Startbahnen kämen gut voran, deshalb stünde den Tests nichts im Wege. Am Flughafen werden gleichzeitig Forschungs- und Entwicklungskapazitäten, ein Kundenservicebereich und auch Produktionskapazitäten gebaut, wie Xiaosu gemäß People’s Daily Online weiter erklärte.

Der kleine Jumbo

Der Comac C919 ist der ganze Stolz der erstarkenden chinesischen Luftfahrtindustrie. Der Mittelstreckenjet soll ab 2016 im Linienverkehr eingesetzt werden. Laut den Angaben des Herstellers wird die zweistrahlige Maschine eine Reichweite von 5555 Kilometer aufweisen und in einer Zweiklassenkonfiguration 156 und mit nur einer Klasse gar 168 Passagiere aufnehmen können. In China spricht man vom C919 bereits liebevoll vom chinesischen Jumbo. In Wahrheit ist er wohl eher ein Jumbolinchen – nichtsdestotrotz aber eine ernsthafte künftige Konkurrenz für Airbus, Boeing, Bombardier und Embraer.



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