Am 28. Juni 2016 flog die Comac ARJ21 erstmals im Linienbetrieb. Das Flugzeug wird in zwei Varianten angeboten.

Comac ARJ21Chinas erster Jet fliegt - mit zehn Jahren Verspätung

Mit Chengdu Airlines hat die erste Fluggesellschaft eine Comac ARJ21 in Betrieb genommen. Es ist der erste Passagierjet, den China entwickelt hat. Ein Erfolg wird er kaum. Die Gründe.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Flug EU6679 von Chengdu Airlines vom vergangenen Dienstag (28. Juni) war ein ganz besonderer Flug. Zum allerersten Mal wurde das chinesische Kurz- und Mittelstreckenflugezug Comac ARJ21 regulär eingesetzt. An Bord befanden sich 70 Passagiere, die mit dem neu entwickelten heimischen Jet in etwas mehr als zwei Stunden von Chengdu nach Shanghai transportiert wurden.

Flugzeugbauer Comac sprach nach dem ersten Flug im Linieneinsatz von einem «Meilenstein». Für China ist es das durchaus. Die Comac ARJ21 ist der erste in der Volksrepublik entwickelte Passagierjet. Nach der Inbetriebsetzung wolle man ihn nun noch besser machen, die Produktion hochfahren und Kunden im In- und Ausland gewinnen, so der Hersteller in einer Mitteilung.

Keine Zulassung im Westen

Das wird schwierig.  Denn der ARJ21 – die Abkürzung steht für Advanced Regional Jet of the 21st Century – fehlt in der heutigen Konfiguration die Zulassung in Europa und den USA. Sie wird daher vor allem in China selbst Kunden finden können. Zudem scheint das Flugzeug noch nicht dort zu sein, wo es sein sollte. Gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua beklagte sich der Chengdu-Airlines-Pilot nach dem Flug über Vibrationen und den hohen Geräuschpegel.

Das Flugzeug ist der Konkurrenz auch sonst unterlegen. Denn ursprünglich war die Inbetriebssetzung der ARJ21 schon zehn Jahre früher geplant gewesen. Doch beim Bau des Flugzeuges wurden immer wieder Anpassungen nötig. Dadurch ging wertvolle Zeit verloren in der Bombardier, Embraer und Sukhoi bessere und sparsamere Flieger auf den Markt brachten.

Lehrstück für Comac

Die ARJ21 war aber sicherlich ein Lehrstück für Comac. Die Fehler, die bei der Entwicklung gemacht wurden, werden bei der laufenden Entwicklung der Comac C919 nicht mehr gemacht. Das Flugzeug wurde kürzlich erstmals öffentlich präsentiert und soll den Airbus A320 und die Boeing 737 konkurrieren.

Erfahren Sie in der oben stehenden Bildergalerie mehr über die Comac ARJ21.

Mehr zum Thema

ticker-china

China sperrt großflächig Luftraum – ungewöhnlich lange Dauer sorgt für Rätsel

Flugzeug von Air China: Die Airlines kämpfen gegen Online-Reisebüros.

Chinas große Airlines geben Kundinnen und Kunden Preisgarantie

ticker-aeroflot

Aeroflot verbindet Irkutsk mit chinesischer Strand-Destination

haikou china

Condor nimmt Flüge zu zweitem Ziel in China auf

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg