Das Riff Fiery Cross: China baut auf den Spratly-Insel Flughäfen.

Spratly-InselnChina provoziert Nachbarn mit Flugzeuglandung

China baut auf den umstrittenen Spratly-Inseln drei große Landebahnen. Nun wurde eine mit einem zivilen Flugzeug getestet. Das sorgt für Irritationen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Antwort aus Peking kam postwendend. «Es sei eine vollständig inländische Angelegenheit», ließ das chinesische Außenministerium ausrichten. Zuvor hatten Japan, die Philippinen und Vietnam heftig protestiert. Den drei Ländern gefällt nicht, dass China erstmals ein ziviles Flugzeug am neu gebauten Flughafen Fiery Cross auf den Spratly-Inseln landen ließ. Sechs Staaten beanspruchen das Archipel in Südostasien für sich.

China hat in den vergangenen Monaten große Bauarbeiten auf den Atollen und Riffen der Spratly-Inseln begonnen. Dazu gehört auch der Flughafen auf dem Riff Fiery Cross, das die Chinesen Yongshu Jiao nennen. Die Landebahn ist rund 60 Meter breit und 3100 Meter lang. Auch auf Woody Island sowie Subi Reef wurden Landebahnen von rund 3000 Metern Länge angelegt. Das ist eine größere Landebahn als etwa die der Flughäfen Berlin-Tegel, Düsseldorf oder Kassel.

Bei den Spratly-Inseln geht es um Macht und Öl

Die Bauten wurden auf Satellitenbildern der weitläufigen Region sichtbar. Der nun durchgeführte Flug zum Flughafen von Fiery Cross sei durchgeführt worden, um die Erfüllung der Normen für zivile Flughäfen zu testen, so das chinesische Außenministerium. Beobachter sehen eher militärische Absichten hinter dem Vorgang.

Die Spratly-Inseln bestehen aus hundert weit verstreuten Riffen, Atollen und Eilanden. Die größte ist Taiping Dao mit einer Größe von knapp 0,5 Quadratkilometer. China, Vietnam und Taiwan beanspruchen den Archipel ganz für sich. Brunei, Malaysia und die Philippinen erheben Anspruch auf einen Teil. Die Inseln sind interessant, weil sie strategisch gut liegen. Zudem werden im Meer um sie Erdöl- und Erdgasvorkommen vermutet. Malaysia, die Philippinen, Taiwan und Vietnam besitzen seit längerem Flugplätze auf den Inseln.

Mehr zum Thema

H-6N Bomber

China zeigt seinen «Donnergott» mit Atomrakete - doch die H-6N hat einen entscheidenden Nachteil

Flughafen Paris und Schild, um das es geht: Da hat sich ein Fehler eingeschlichen.

Flughafen Paris Charles de Gaulle macht aus Schweizern Chinesen

Comac C919, hier ein Exemplar von China Southern: Wie lange müssen Airlines auf das Flugzeug warten?

Neue Kunden interessieren sich für die C919 - aber Comac kämpft mit Produktionsproblemen

Der umlackierte Airbus A319: Trägt nun den Schriftzug Xizang Airlines.

Heißt Tibet Airlines bald nicht mehr Tibet Airlines?

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier